BDM verteidigt faire Milch

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) und die Milchvermarktung Süddeutschland (MVS) haben Vorwürfe einer mangelnden Kennzeichnung der „fairen Milch“ zurückgewiesen. Die höchstmögliche Transparenz für die Kunden, Gentechnikfreiheit und Umweltgerechtigkeit sowie eine besonders gesunde Milch zeichnen die Faire Milch aus.
Die Vorwürfe, dass die Kennzeichnung der "Fairen Milch" mangelhaft sei, wies der BDM zurück.
Die Vorwürfe, dass die Kennzeichnung der "Fairen Milch" mangelhaft sei, wies der BDM zurück.
„Auf der Verpackung ist eindeutig ersichtlich, in welchem Bundesland die Milch gemolken wurde“, erklärte der BDM-Vorstandsvorsitzende Romuald Schaber vergangene Woche in einer Reaktion auf Berichte, wonach die Wettbewerbszentrale Bad Homburg Milch ausfindig gemacht habe, die vorgeblich aus Bayern stamme, jedoch in Hessen gemolken worden sei. Im Sinne noch größerer Verbraucherklarheit sei schon im März entschieden worden, auf die zusätzliche Formulierung „aus ihrer Region“ zu verzichten, betonten BDM und MVS mit Blick auf den Absatz der „fairen Milch“. Umso unverständlicher seien die jetzigen Attacken.

Höchstmögliche Transparenz
Ziel sei es darüber hinaus, Transportwege möglichst kurz zu halten. Allerdings sei bisher in Bayern und Baden-Württemberg noch keine Molkerei bereit, die faire Milch abzufüllen. „Wir setzen jedoch alles daran, auch hier verlässliche Partner zu finden“, betonte Schaber. Großer Wert werde darauf gelegt, Deklarationen anzuwenden, die höchstmögliche Transparenz für den Verbraucher böten. BDM und MVS hoben hervor, dass die Erzeuger für die faire Milch einen kostendeckenden Preis von 40 Cent/kg erzielten. Die Erzeuger der fairen Milch produzierten besonders umweltgerecht, nämlich bienenfreundlich, ohne Futtermittel aus Übersee und ohne Gentechnik. Darüber hinaus betreuten sie Umweltprojekte.

Besonders gesunde Milch
Ferner erzeugten die Bauern eine besonders gesunde Milch. Durch die Fütterungsvorgaben mit sehr hohem Grünlandanteil habe die faire Milch etwa den doppelten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Das sei durch unabhängige Untersuchungsergebnisse belegt. Dass die Wettbewerbszentrale gegen die Bezeichnung „die faire Milch“ klagen möchte, hält der BDM für eine von politischen und wirtschaftlichen Interessen getriebene Entscheidung. (AgE)

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Aktualisiert am: 26.05.2010 21:59
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