Automatische Teilbreitenschaltung – Section Control

GPS-Teilbreitenschaltungen arbeiten bei richtiger Einstellung hocheffizient. Neben der Entlastung des Fahrers schonen sie die Umwelt und helfen Betriebsmittel einzusparen. Was Sie dazu brauchen und was solche Systeme kosten, erläutern Franz Handler und Emil Blumauer.
Grundvoraussetzung für den Einsatz der automatischen Teilbreitenschaltung bei Feldspritzen ist die elektrische Ansteuerung der Teilbreiten.
Grundvoraussetzung für den Einsatz der automatischen Teilbreitenschaltung bei Feldspritzen ist die elektrische Ansteuerung der Teilbreiten.
Mit der automatischen Teilbreitenschaltung, auch Section Control genannt, hat in den vergangenen Jahren eine weitere GPS-Anwendung in die Landwirtschaft Eingang gefunden. Die erste Anwendung war die Feldspritze, gefolgt von Schleuderdüngerstreuern, Einzelkornsämaschinen und Drillsämaschinen. Sie übernimmt das Aus- und Einschalten der Teilbreiten am Vorgewende bzw. am Feldrand, sobald es zu unerwünschten Überlappungen kommt. Die steigenden Arbeitsbreiten und Fahrgeschwindigkeiten erschweren der Bedienperson das positionsgenaue Ein- und Ausschalten der Maschinen. Das Risiko, dass es am Vorgewende bzw. Feldrand zu Überlappungen bzw. unbehandelten Flächen kommt, steigt. Durch das Vermeiden unnötiger Überlappungen trägt die automatische Teilbreitenschaltung zur Einsparung von Betriebsmitteln, wie Pflanzenschutzmittel, Dünger und Saatgut bei. Weiters wird das Risiko von Lagerstellen und ungleichmäßigem Abreifen der Bestände vermindert.

So eine perfekte Arbeit ist in der Praxis trotz Verwendung der automatischen Teilbreitenschaltungen kaum möglich.
So eine perfekte Arbeit ist in der Praxis trotz Verwendung der automatischen Teilbreitenschaltungen kaum möglich.
Die Technik am Gerät
Grundvoraussetzung für den Einsatz der automatischen Teilbreitenschaltung bei Feldspritzen ist die elektrische Ansteuerung der Teilbreiten vom Bedienterminal der Feldspritze aus. Einzelkornsämaschinen müssen über elektrisch angetriebene Säelemente verfügen, die einzeln abgeschaltet werden können. Bei Drillsämaschinen müssen die elektrisch betriebenen Dosiereinheiten für die Teilbreiten einzeln abschaltbar sein. Bei Schleuderdüngerstreuern muss die Drehzahl der beiden Streuscheiben unabhängig voneinander verstellbar sein. Dies wird heute durch hydrostatische Antriebe ermöglicht. Sobald Traktoren eine entsprechende elektrische Leistung anbieten, sind auch elektrische Antriebe denkbar. Zusätzlich muss der Dosierschieber elektrisch verstellbar sein, damit bei der Reduktion der Wurfweite auch der Düngerstrom zu den Streuscheiben entsprechend verringert werden kann. Einige Hersteller verstellen auch den Aufgabepunkt des Düngers auf die Streuscheiben elektrisch.

Weitere Informationen zur Auswahl des Terminals, zur Genauigkeit des GPS-Signals, welche Arbeiten vor dem Ersteinsatz zu erledigen sind, zum Überlappungsgrad, zum Vorgewendeabstand, zu Schlaggrenze und Referenzpunkt, sowie zu den Investitionskosten finden Sie in der Ausgabe 06/2012 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Aktualisiert am: 08.03.2012 21:34
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