Austrofoma – moderne Forsttechnik im Einsatz

Auf der Austrofoma ist moderne Forsttechnik von A bis Z im Praxiseinsatz zu sehen. Über das Programm dieser Messe erfahren Sie in dieser Sonderbeilage mehr. Ebenso runden die drei folgenden Forstfachthemen diese Beilage ab:
Harvester und Seilkräne sind das A und O moderner Forsttechnik. Sie sind im Revier des Stiftes Heiligenkreuz im Wienerwald im Rahmen der AUSTROFOMA im Praxiseinsatz zu sehen.
Harvester und Seilkräne sind das A und O moderner Forsttechnik. Sie sind im Revier des Stiftes Heiligenkreuz im Wienerwald im Rahmen der AUSTROFOMA im Praxiseinsatz zu sehen.
Erfolgreicher Harvester- und Forwardereinsatz
Die Starkholzernte ist mit verschiedensten Holzernteverfahren relativ kostengünstig möglich. Im befahrbaren Gelände (kleiner 40 %) kann kostenmäßig kein anderes Holzernteverfahren mit der Kombination von Harvester und Forwarder Schritt halten. Auch bei geringer Media in Erstdurchforstungen kann man mit diesem vollmechanisierten Holzernteverfahren einen positiven Deckungsbeitrag erzielen. Allerdings: Harvestereinsätze müssen gut und im Voraus geplant werden.

Seilkrantechnologie
Durch diese Technologien kann das Holz aus den heimischen Wäldern kostengünstig und bestandsschonend gerückt werden. Traditionell ist der Waldbesitz an bäuerliche Betriebe angeschlossen, die ihre landwirtschaftlichen Maschinen auch bei der Holznutzung einsetzen wollen. Traktoren mit Winden können allerdings nur bei relativ kurzen Rückedistanzen (80-100 m) effizient eingesetzt werden, weshalb im Kleinwald Österreichs ein sehr dichtes Forststraßennetz aufgebaut wurde. Der Forststraßenbau findet zunehmend im schwierigen Gelände statt, wo es oft nicht sinnvoll und möglich ist, geringe Straßenabstände zu realisieren.
Ein Ausweg ist der kooperative Einsatz von Seilgeräten, der meist von professionellen Holzernteunternehmern durchgeführt wird, wo aber auch die Realisierung von Eigenleistungen möglich ist.

Leistungsermittlung bei der Motorsägenarbeit
Die Frage, ob die Motorsäge Zukunft hat, kann grundsätzlich mit einem einfachen und eindeutigen „JA“ beantwortet werden. Nicht immer lässt sich Holz vollmechanisiert ernten, beispielsweise in kleinflächige Strukturen, in nicht schlepperbefahrbarem Gelände, im Kleinwald oder bei zufällige Nutzungen. Genau hier kann sich der Bauer im Zu- bzw. Nebenerwerb ein Einkommen mit der motormanuellen Arbeit erwirtschaften.

Autoren: DI Karl STAMPFER, BOKU Wien, FOL Karl KATHOLNIG und Förster Ing. Josef STAMPFER, FAST Ossiach, Ing. Konrad LIEBCHEN, Landwirt-Redaktion


Aktualisiert am: 26.09.2007 13:34
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