Australische Landwirte sollen Verschmutzungsrechte kaufen

Die australischen Landwirte schöpfen neue Hoffnung, dem Emissionshandel doch noch zu entgehen, nachdem das Klimaschutzgesetz gescheitert ist.
Gemäß dem Gesetzentwurf sollen Landwirte ab 2015 für Treibhausgas-Emissionen ihrer Betriebe CO2-Verschmutzungsrechte kaufen müssen. Die endgültige Entscheidung hierüber soll 2013 fallen. Hingegen soll die
Ab 2015 sollen australische Landwirte CO2-Verschmutzungsrechte kaufen.
Ab 2015 sollen australische Landwirte CO2-Verschmutzungsrechte kaufen.
Industrie schon ab Juli 2011 am Emissionshandel teilnehmen. Der Senat lehnte das Gesetz jetzt jedoch aus wirtschaftlichen Gründen ab.

Landwirtschaft vom Emissionsgesetz ausnehmen
Die für den Klimawandel zuständige Ministerin, Penny Wong, kündigte an, sie werde das Gesetz noch heuer erneut einbringen. Die Bauernverbände sehen in der Verzögerung die Chance, Änderungen am Gesetzentwurf durchzusetzen. Sie verweisen vor allem auf die Vereinigten Staaten. Das von US-Präsident Barack Obama geplante Energie- und Klimaschutzgesetz sieht nämlich vor, dass die Landwirtschaft vom Emissionshandel profitieren soll. Farmer könnten danach für im Boden festgelegten Kohlenstoff CO2-Zertifikate verkaufen, müssten aber kein Reduktionsziel erfüllen. Der Präsident des föderalen Bauernverbandes NFF, David Crombie, hob hervor, in den USA, Kanada und einigen europäischen Ländern sei die Entscheidung längst gefallen, die Landwirtschaft von der Kappung der Emissionen und dem Zertifikathandel auszunehmen. Die australische Regierung gefährde mit ihrem Kurs die Agrarexporte im Wert von jährlich umgerechnet rund 19 Mrd. Euro Crombie forderte ein Anreizsystem für eine Verringerung der Emissionen aus der Landwirtschaft.


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Aktualisiert am: 19.08.2009 15:35
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