Australien schränkt Bewässerungswirtschaft ein

In Australien ist die Bewässerungswirtschaft dramatisch auf dem Rückzug.
In Australien wurden im Vorjahr mehr als ein Viertel weniger bewässert.
In Australien wurden im Vorjahr mehr als ein Viertel weniger bewässert.
Nach Angaben des nationalen Statistikamtes (ABS) wurden voriges Jahr nur noch 1,85 Mio. ha künstlich mit dem kostbaren Nass versorgt. Das waren fast 700.000 ha oder 27% weniger als 2006.

Noch drastischer sank die eingesetzte Wassermenge, nämlich um 41%. Mehr als 5.000 Farmen gaben die Beregnung ganz auf. Damit hinterlassen die jahrelangen Dürren und der damit verbundene Feuchtigkeitsmangel inzwischen gravierende Spuren in der Agrarwirtschaft. Besonders betroffen ist das Murray-Darling-Becken im Südosten des Kontinents. Die Zuflüsse dieses wichtigsten Bewässerungsgebietes Australiens hatten im ersten Quartal 2009 den niedrigsten Stand seit mehr als 100 Jahren erreicht. Wegen der Übernutzung der Flüsse kauft die Regierung für Millionenbeträge Bewässerungsrechte zurück. Der Baumwoll- und Reisanbau wurde bereits erheblich eingeschränkt. Die größte Baumwollfarm Australiens, Cubbie Station im südlichen Queensland, steht nach mehreren schlechten Erntejahren nun zum Verkauf. Sie umfasst mehr als 90.000 ha und sitzt am Oberlauf des Murray-Darling-Systems. (AIZ)


Aktualisiert am: 24.08.2009 13:51
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