Australien erwartet doch größere Weizenernte

In Australien zeichnet sich zur Ernte 2009/10 eine etwas höhere Weizenproduktion ab als im Vorjahr. Die Trockenheit könnte das Ergebnis noch gefährden.
In Australien wird mit einer besseren Ernte gerechnet als noch im Juni.
In Australien wird mit einer besseren Ernte gerechnet als noch im Juni.
Das nationale Amt für Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARE) korrigierte seine aktuelle Prognose gegenüber dem Stand vom Juni um 750.000 t nach oben auf 22,7 Mio. t Winterweizen. Damit würde das Vorjahresresultat um 1,3 Mio. t oder 6,2 % übertroffen. Voraussetzung für das Eintreten der günstigen Vorhersage ist allerdings, dass im kommenden Frühjahr ausreichende Niederschläge fallen. Bisher ist das vor allem in Queensland und New South Wales nicht der Fall, während die Getreidebestände in den bedeutenden westlichen Anbaugebieten gut versorgt aus dem Winter gekommen sind.

Schlechte Aussichten für Winterraps
Die Gerstenernte dürfte nach Einschätzung des ABARE trotz einer leichten Anbaueinschränkung um knapp 1,1 Mio. t oder 15,8% auf fast 7,9 Mio. t steigen. Schlechter sind die Aussichten für Winterraps. Zwar wurde die Anbaufläche ausgedehnt. Die Rekorderträge des Vorjahres werden jedoch voraussichtlich nicht wieder erreicht. Die Rapserzeugung dürfte daher um 8,4 % auf 1,7 Mio. t schrumpfen. Für Sommerkulturen rechnet das ABARE mit einer um 5 % kleineren Aussaatfläche. Hier macht sich vor allem der Wassermangel für Bewässerungskulturen wie Baumwolle und Reis bemerkbar.


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Aktualisiert am: 17.09.2009 14:26
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