Außenklimaställe – kostengünstig und tierfreundlich

Außenklimaställe sind durch ihre einfache Bauweise kostengünstig. Zudem können sie relativ einfach erweitert werden. Viel Frischluft und Sonnenlicht machen ihn besonders tiergerecht.
Bei der Wahl des Standorts für einen Außenklimastall ist besonders auf die klimatischen Einflüsse Rücksicht zu nehmen.
Bei der Wahl des Standorts für einen Außenklimastall ist besonders auf die klimatischen Einflüsse Rücksicht zu nehmen.
Betriebe, die ihr Haupteinkommen auch künftig in der Milchproduktion erwirtschaften möchten, können nur bei guter Produktionstechnik und solider Finanzierung den dazu notwendigen Mindestproduktionsumfang anstreben. Wer die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs gewährleisten und einen größtmöglichen Gewinn aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit erzielen will, muss die Kosten im Griff haben, gerade zur Bewältigung der ständig wiederkehrenden schwierigen Marktphasen.

Einfach zu erweitern
Die erforderlichen Schritte beinhalten die Nutzung vorhandener Reserven zur Rationalisierung, Kostensenkung und Steigerung der Arbeitsproduktivität. Der Außenklimastall ist dafür eine geeignete und bewährte Lösung. Er ist durch seine einfache Bauweise und durch das Weglassen der Wärmedämmung sowie ganzer Seitenwände sehr kostengünstig; die Investitionskosten bei Neu- und Umbaumaßnahmen können stark gesenkt werden. Zusätzlich kann ein Außenklimastall jederzeit in relativ einfacher Weise erweitert werden bzw. auch für andere Produktionssparten genutzt werden. Mit solcher Anpassungsfähigkeit kann auf künftige Entwicklungen schnell reagiert werden. Weiterer Pluspunkte sind die hohe Tiergerechtheit und somit Tiergesundheit durch Frischluft und Sonnenlicht.

Windschutz muss sein
Die Wandausführung soll viel Licht und Luft in den Stall hineinlassen und gleichzeitig einen wirksamen Windschutz darstellen. Dieser Windschutz lässt sich z.B. durch Space-Boards, Vertikaljalousie, Stegplatten, Windschutznetze oder Curtains erreichen. Space-Boards sind Bretterwände mit Schlitzen und sind in der Lage, den Wind zu brechen. Bei extremen Wettersituationen kann das Einwehen von Flugschnee jedoch nicht verhindert werden. Sie eignen sich für Offenfrontställe bzw. mehrhäusige Anlagen. Die Vertikaljalousie ist eine bewegliche Wandkonstruktion mit senkrechten Brettern (Lamellen). Diese Form der Wandkonstruktion ist kostengünstig und für die Erbringung von Eigenleistungen sehr geeignet. Stegplattensysteme (Lichtbänder) bieten hingegen den meisten Lichteinfall bei geschlossenen Fassadenflächen. Als Windbremse eignen sich sehr gut feinmaschige Windschutznetze, welche aus Polyethylen, Polypropylen oder Polyester hergestellt werden. Die Netze sollen UV-beständig sowie antistatisch sein, da sie ansonsten schnell verschmutzen.
Seitenwände mit verstellbaren Planen-Windschutzsystemen (Curtains) haben den Vorteil, dass die Lüftungsrate wind- und temperaturabhängig gesteuert werden kann. Moderne Curtainsysteme zeichnen sich dadurch aus, dass sich das System von oben nach unten öffnet.

Autor: DI Dieter BRANDL, ÖKL


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Aktualisiert am: 22.03.2010 10:51
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