Ausgeglichener Frühkartoffelmarkt

Der österreichische Frühkartoffelmarkt präsentiert sich derzeit gut ausgeglichen. Anders die Situation in Deutschland.
Das derzeitige Angebot an Frühkartoffeln wird von den Händlern zügig aufgenommen.
Das derzeitige Angebot an Frühkartoffeln wird von den Händlern zügig aufgenommen.
In der Steiermark und im Burgenland schreiten die Rodearbeiten zügig voran. Durch den starken Ansatz sind die Knollen teilweise aber noch klein. Entsprechend gering fallen derzeit die Hektarerträge aus. Das verfügbare Angebot wird von den Händlern zügig aufgenommen. In der Steiermark und im Burgenland wurden zu Wochenbeginn Erzeugerpreise von 30 Euro je dt bezahlt. In Niederösterreich kommt es bei den Rodearbeiten witterungsbedingt immer wieder zu Verzögerungen. Zu Wochenbeginn wurde hier ein Erzeugerpreis von 35 Euro je dt genannt. Treffen die angekündigten Niederschläge in den nächsten Tagen wirklich ein, so bleibt der österreichische Markt mit heimischen Frühkartoffeln knapp versorgt und die Preise sollten sich vorerst stabilisieren können.

Große Nachfrage in Deutschland
In Deutschland bleibt das Angebot auf dem Frühkartoffelmarkt weiterhin unzureichend. Die Nachfrage ist bundesweit groß und dementsprechende Preismöglichkeiten wären derzeit gegeben. Diese können witterungsbedingt aber kaum genutzt werden. In Niedersachsen und der Pfalz kommt es nässebedingt immer wieder zu Rodebehinderungen. Auch sind viele Bestände noch nicht so weit, um umfangreiche Reifeförderungsmaßnahmen durchzuführen. Erst Anfang Juli wird wohl einigermaßen schalenfeste neue Ware zur Verfügung stehen. Bis dahin muss sich der Handel mit Importware aus Südeuropa behelfen. Diese entspricht qualitativ nicht immer den Vorstellungen. Dennoch werden hier Preise von bis zu 65 Euro je dt bezahlt. (aiz)


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Aktualisiert am: 23.06.2010 14:10
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