Ausgeglichene Situation am heimischen Kartoffelmarkt

Die österreichische Heurigensaison verabschiedet sich mit einem stabilen Preisniveau. Händler berichten von einer für diese Jahreszeit ungewöhnlich gut ausgeglichenen Marktsituation. Die Preise bleiben weitgehend stabil.
Die Kartoffelpreise bleiben in Österreich stabil.
Die Kartoffelpreise bleiben in Österreich stabil.
Die Inlandsnachfrage fällt zwar urlaubszeitbedingt noch verhältnismäßig ruhig aus. Das verfügbare Angebot hält sich aber ebenfalls in Grenzen, teilt die Landwirtschaftskammer NÖ mit. Einerseits ist die Vermarktung der Frühsorten weitgehend abgeschlossen und das Angebot an Anschlusssorten bleibt begrenzt, da die Witterung die Schalenfestigkeit weiter verzögert. Hinzu kommt, dass die Rodearbeiten durch Niederschläge immer wieder unterbrochen werden. In Oberösterreich wurden zu Wochenbeginn unverändert 24 Euro je dt bezahlt. In der Steiermark lagen die Erzeugerpreise zwischen 20 und 23 Euro und aus Niederösterreich wurden 20 Euro je dt gemeldet.

Höhere Preise in Deutschland
In Deutschland lag der mittlere Erzeugerpreis für schalenfeste Ware zu Wochenbeginn bei 30 Euro je dt. Damit endet die Frühkartoffelkampagne im Nachbarland auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Angesichts der weiten Flächenräumung und der nach wie vor unterdurchschnittlichen Erträge bei der Sommerernte wird dies als "situationsgerecht" beschrieben. Nach der ersten vorläufigen Anbauschätzung dürften in der BRD um insgesamt 3% weniger Kartoffeln als im Vorjahr angebaut worden sein, wobei der Rückgang der Flächen für Industriekartoffeln mit 4,8% besonders zu Buche schlägt. Der Speisekartoffelanbau sank um knapp 1% auf 100.900 ha.


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Aktualisiert am: 12.08.2010 14:58
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