Ausgaben für Lebensmittel in 40 Jahren halbiert

Laut Konsumerhebung der Statistik Austria, die alle fünf Jahre durchgeführt wird, gab ein Haushalt im Jahr 1964 noch 33% seines Einkommens für Ernährung aus. Rund 40 Jahre später, also 2005 waren dies nur mehr 19%. Wenn davon Restaurantbesuche abgezogen werden, bleiben für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke nur noch 13% der Gesamtausgaben.
Fleisch ist schon zum Alltagsgenussmittel geworden.
Fleisch ist schon zum Alltagsgenussmittel geworden.
Damit liegt Österreich ziemlich genau im europäischen Durchschnitt. Im gleichen Zeitraum haben sich die Ausgaben für Wohnen vervierfacht und für Verkehr mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung lässt sich auch an den Preissteigerungsfaktoren ablesen. Die größten Preissteigerungen seit 1974 erfuhren dabei Haushalts- und Wohnungskosten, die geringste Schweinefleisch.

"Fleischkonsum-Verhalten" gänzlich verändert
Weiters hat sich der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch seit 1960 nahezu verdoppelt. Aus dem eher exklusiven Lebensmittel für Sonn- und Festtage ist ein Alltags-Genussmittel geworden. Lieblingsfleisch der Österreicher ist nach wie vor Schweinefleisch, der Konsum von Rind- und Kalbfleisch blieb all die Jahre nahezu unverändert. Geflügel hingegen hat eine Aufholjagd ohne gleichen hinter sich. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist von 3 kg auf nahezu 19 kg gestiegen. Vom gesamten Fleischverbrauch gehen allerdings 33% in die Industrie und die Tiernahrung. Die restlichen 67%, die auf den menschlichen Verzehr entfallen, teilen sich auf in 41 kg Schweinefleisch, 12 kg Geflügel und ebenso viel Rind- und Kalbfleisch. (AIZ.info)


Aktualisiert am: 24.10.2008 13:22
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