Ausbreitung des Schmallenberg-Virus schwächt sich ab

Das sogenannte Schmallenberg-Virus hat sich zuletzt nicht mehr so stark ausgebreitet wie dies zuvor befürchtet worden war.
Die Zahl der Neufeststellungen des Schmallenberg-Virus ist in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen.
Die Zahl der Neufeststellungen des Schmallenberg-Virus ist in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen.
Laut Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurden bis zum 11. Mai deutschlandweit insgesamt 1471 Fälle des Schmallenberg-Virus bestätigt, davon 851 in Schaf-, 574 in Rinder- und 46 in Ziegenhaltungen. Regional am stärksten betroffen war Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 481 Fällen, gefolgt von Niedersachsen mit 324, Hessen mit 183 und Schleswig-Holstein mit 168. Das Bundeslandwirtschaftsministerium wies darauf hin, dass die Zahl der Neufeststellungen bei allen betroffenen Tierarten in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen sei. Ein fertig entwickelter, validierter und zugelassener Impfstoff werde nach Expertenmeinung nicht mehr in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten sind sich laut Bundeslandwirtschaftsministerium darin einig, dass derzeit weder Bekämpfungsmaßnahmen noch Restriktionen in Betracht kommen. Zunächst müssten die Forschungsprojekte neue Erkenntnisse bringen. Nach wie vor drängt Deutschland auf die Einführung einer Meldepflicht für Infektionen mit dem Schmallenberg-Virus auch auf EU-Ebene, da dies Voraussetzung für die Gewährung von Beihilfen an betroffene Betriebe durch die Tierseuchenkassen ist. National gilt seit dem 6. April eine Meldepflicht für diese Tiererkrankung. Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat im März ihr Programm "Liquiditätssicherung" für Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter geöffnet, die aufgrund des Schmallenberg-Virus wirtschaftliche Schäden erlitten haben. AgE


Aktualisiert am: 19.05.2012 11:56
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