Ausbau von Windenergie, Wasserkraft und Bioenergie

Windenergie weiter im Aufwärtstrend, Wasserkraft eher stagnierend.
Mehr Windräder gibt es durch einen Abbauder Windkraftanlagen-Warteliste  im Rahmen des neuen Ökostromgesetztes.
Mehr Windräder gibt es durch einen Abbauder Windkraftanlagen-Warteliste im Rahmen des neuen Ökostromgesetztes.
Bei der Windkraft ist sowohl die Anzahl der Anlagen, die in einem Vertragsverhältnis mit der OeMAG stehen, als auch die installierte Leistung gestiegen. Bis Ende 2011 wurden in Summe 2.033 MW an Windkraftanlagen genehmigt. Der Zuwachs von ca. 183 MW Windkraft im Jahr 2011 entspricht 129 neuen Windrädern. Durch den Abbau der Wind-Warteliste über das Ökostromgesetz rechnet Reinhard Mitterlehner in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Anstieg der Windenergie. Wind trug im Jahr 2011 3,2 % zur Abgabe an Endverbraucher aus dem öffentlichen Netz bei. Das sind 1.883 GWh Strom bei einem Vergütungsvolumen von 147 Mio. Euro.


Rückgang bei geförderter Kleinwasserkraft

Im Bereich der geförderten Kleinwasserkraft haben sich die Anzahl der Anlagen, die Leistung und die eingespeiste Menge im Vorjahr reduziert. Dies ist neben der niedrigeren Stromproduktion durch die geringere Wasserführung auch auf Austritte aus dem Förderregime zurückzuführen. Da sich die durchschnittlichen Einspeisetarife für Kleinwasserkraft 2011 in der Nähe des Marktpreises bewegten, machte ein Austritt wirtschaftlich durchaus Sinn. "Diese Situation hat sich allerdings mittlerweile umgekehrt. Aufgrund des niedrigen Marktpreises im Jahr 2012 sind einige Kleinwasserkraftanlagenbetreiber wieder in das Subventionsregime eingetreten", erläutert E-Control-Vorstand Graf. Weiters sind für neue Anlagen wieder Einspeisetarife vorgesehen (zuletzt gab es nur Investitionsförderungen) – was das Förderregime wieder attraktiver machen wird.


Biomasse und Biogas bleiben konstant

Bei den rohstoffabhängigen Technologien – "Biomasse fest" und Biogas – kam es bei der installierten Leistung und der Anzahl der Anlagen nur zu äußerst geringfügigen Änderungen. Auch die eingespeiste Menge an Strom ist nahezu konstant geblieben. Die feste Biomasse hat einen Anteil von 3,4 % und Biogas einen Anteil von 0,9 % an der Abgabe an Endverbraucher aus dem öffentlichen Netz. Bei der festen Biomasse lag die Abnahme bei 1.959 GWh und die Vergütung bei 271,1 Mio. Euro. Bei Biogas lagen diese Werte bei 520 GWh und 83,9 Mi. Euro. “Gerade die rohstoffabhängigen Technologien gerieten zuletzt unter Druck, da die Rohstoffpreise stark schwanken und zuletzt sehr hoch waren. Bei vielen Anlagen scheinen die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht mehr gegeben", konstatiert Graf, der die Zukunft von Biomasse und Biogas vor allem in der Wärmeproduktion und nicht vorrangig in der Stromerzeugung sieht.

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Aktualisiert am: 27.12.2012 18:49
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