Aufgewertete Ration plus Kraftfutterstation – die TMR für Mittelbetriebe

Die totale Mischration (TMR) zeigt besonders bei kleinen Bestandesgrößen Schwächen. Die Lösung: Eine aufgewertete Grundration im Verbund mit einer Kraftfutterstation passt sich dem Bedarf der Kühe an und spart Kraftfutter.
Mit Futtermischwägen lässt sich die Futtervorlage vollständig mechanisieren.
Mit Futtermischwägen lässt sich die Futtervorlage vollständig mechanisieren.
Der Futtermischwagen dient heute auf vielen Betrieben als Standardlösung für die Futtervorlage. Im Gegensatz zu früher, als der Einsatz eines Mischwagens erst ab 80 Kühen als betriebswirtschaftlich sinnvoll erachtet wurde, setzen gegenwärtig bereits kleinere Betriebe auf den Mischwagen und eine TMR. Selbst reine Grünlandbetriebe verwenden nun einen Futtermischwagen mitsamt TMR.
Die aufgewertete Grundration ist zusammen mit einem Transponder eine angemessene Lösung für den Schwachpunkt der einphasigen TMR, leistungsstarke Tiere ausfüttern zu müssen und dabei altmelkende Kühe mit niedrigen Milchleistungen über zu versorgen. Das Füttern einer einzigen Ration bei Leistungen unter 9.500 kg Milch pro Kuh und Jahr ist hingegen sehr problematisch. Deshalb empfiehlt es sich, zwei bis drei Leistungsgruppen zu bilden oder mit einer aufgewerteten Grundration zu arbeiten. Somit können die Rationen dem Bedarf der Tiere optimal angepasst werden. Zudem sollten die Kühe mit einer Körperkondition von 3,25 bis 3,75 BCS-Punkten (BCS = Body Condition Score) abkalben, um hohe Einsatzleistungen und eine gute Fruchtbarkeit zu erbringen. Auch Betriebe mit hohen Leistungen setzen inzwischen wieder vermehrt auf die Leistungsfütterung per Transponder, da sie damit leistungsstarke Kühe besser ausfüttern und bei den Altmelkern Kraftfutter einsparen.

Von Dr. Rudolf SCHNEIDER, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel




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Aktualisiert am: 24.07.2007 16:32
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