Auf und ab am Getreidemarkt

Nach der Veröffentlichung des aktuellen Berichts des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums über die weltweite Getreideversorgung reagierten die internationalen Börsen mit einem AUF und AB.
Die EuroNext Notierung für Futtergetreide - hier Mais - zeigte sich zuletzt sehr stabil.
Die EuroNext Notierung für Futtergetreide - hier Mais - zeigte sich zuletzt sehr stabil.
Der am vergangenen Freitag veröffentlichte monatliche WASDE-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates) des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA für den März 2012 brachte eine Verschlechterung der Prognosen für die globalen Versorgungsbilanzen bei Weizen, Mais und Ölsaaten 2011/12. Die Trockenheit soll laut dem WASDE-Bericht in Südamerika keine extremen Schäden bei der Maisernte hinterlassen haben, dennoch sinkt die weltweite Ratio von stock to use (Verhältnis von Endbestand zum Verbrauch) beim Mais auf äußerst knappe 14,32%. Beim Weizen schätzt das USDA den globalen Verbrauch 2011/12 gegenüber dem Februar höher ein und senkt die Prognose für die Endbestände sowie die Ratio von stock to use auf immer noch komfortable 30,64%. Bei den Ölsaaten wird aber laut dem WASDE-Bericht Südamerika heuer deutlich weniger Soja ernten als zuletzt angenommen und die globale Ratio von stock to use über alle Ölsaaten sinkt ebenfalls auf 17,45%.

Situation in Österreich
Die österreichischen Mühlen beschränken sich im Rohstoffeinkauf auf das Allernotwendigste. Dennoch benötigen sie immer wieder Folgelieferungen, da sie den Anschluss an die neue Ernte noch nicht sichergestellt haben. So notierten am Mittwoch der vorigen Woche (7.3.) an der Wiener Börse für
landwirtschaftliche Produkte nach einiger Zeit wieder einmal alle Brotgetreidearten. Dabei gab der Qualitätsweizen aber im Wochenabstand um EUR 6,- auf EUR 204,50 pro t nach und hält unter dem aktuellen Niveau des von den Qualitätskriterien her schwächeren europäischen Mahlweizens, der an der Pariser Euronext gehandelt wird. Premiumweizen, über den zuletzt immer wieder Gespräche auch mit italienischen Mühlen geführt wurden, weist zwar mit EUR 21,50 pro t neuerlich einen stolzen Qualitätsaufschlag gegenüber dem Qualitätsweizen auf, konnte aber das Niveau seiner Letztnotierung Ende Jänner auch nicht halten, ebenso wie der Mahlweizen mit EUR 186,50 nicht an seine Bewertung von vor 14 Tagen anschließen konnte. Weiterhin fest hält sich Futtergetreide, nämlich Gerste und Mais, und der Industriemais legte sogar einen Tick zu.

Aktualisiert am: 14.03.2012 11:25
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