Asien muss mehr Geld in die Landwirtschaft investieren

Um Hungersnöte und Preissteigerungen zu verhindern, muss die Asien und Pazifikregion in den nächsten 40 Jahren zusätzlich Geld in die Agrarbranche investieren.
Von den weltweit 1 Mrd. Menschen, deren Ernährung nicht gesichert sei, lebten zwei Drittel in der asiatisch-pazifischen Region, sagte Jacques Diouf, Generaldirektor der FAO.
Von den weltweit 1 Mrd. Menschen, deren Ernährung nicht gesichert sei, lebten zwei Drittel in der asiatisch-pazifischen Region, sagte Jacques Diouf, Generaldirektor der FAO.
Asien und die Pazifikregion müssen in den nächsten 40 Jahren jedes Jahr zusätzlich USD 40 Mrd. (EUR 31,8 Mrd.) in die Agrarbranche stecken, um Hungerkatastrophen und dramatischen Preisanstiegen bei Lebensmitteln vorzubeugen. Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO und die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) erklärten gestern laut dem Nachrichtendienst apn, die Investitionen müssten um 50% von jährlich USD 80 auf 120 Mrd. (EUR 63,7 auf 95,5 Mrd.) steigen. Ihren Prognosen zufolge wird die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 von heute 6,5 Mrd. auf 9,1 Mrd. Menschen anwachsen.

Die zusätzlichen Gelder müssten aus privaten und öffentlichen Mitteln finanziert werden, hieß es. Die ADB stelle pro Jahr USD 2 Mrd. aus ihrem Programm zur Ernährungssicherung bereit, sagte Haruhiko Kuroda, der Präsident der Bank. Damit solle vor allem die landwirtschaftliche Produktivität, Agrarforschung und eine bessere Verteilung der Nahrungsmittel gefördert werden. (AIZ)


Aktualisiert am: 09.07.2010 11:26
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