Arzneimittel und Impfstoffe beim Schwein richtig anwenden

Impfstoffe und Arzneimittel dienen der Erhaltung und Wiederherstellung der Tiergesundheit im Schweinestall. Haben Sie schon einmal überlegt, ob Sie mit diesen Mitteln richtig umgehen? In diesem Artikel lesen Sie, was den Impf- und Behandlungserfolg ausmacht.
Arzneimittel und Impfstoffe müssen richtig angewendet werden, ansonsten könnte die Wirksamkeit darunter leiden.
Arzneimittel und Impfstoffe müssen richtig angewendet werden, ansonsten könnte die Wirksamkeit darunter leiden.
Nur mit gesunden Schweinen lässt sich erfolgreich wirtschaften. Damit der Bestand gesund bleibt, werden verschiedene Impfstoffe zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten eingesetzt (z.B. PCV2, Mycoplasma hyopneumoniae). Sind die Tiere bereits krank, muss mit Arzneimitteln (z.B. Antibiotika, entzündungshemmende Präparate) gegen die Erkrankung vorgegangen werden. Häufig spielen Infektionserreger eine wichtige Rolle bei den Erkrankungen. Deshalb stellen besonders Impfstoffe und Antibiotika wichtige Mittel bei der Bekämpfung dar. Funktionsweise und auch Anwendung der beiden Gruppen unterscheiden sich gravierend voneinander.
Damit die Maßnahme „Impfung“ oder „Behandlung“ auch tatsächlich funktioniert, müssen einige Dinge beachtet werden. Drei Kernpunkte entscheiden darüber, ob ein Medikament oder ein Impfstoff die gewünschte Wirkung zeigt:
  • die Auswahl
  • die Verabreichung
  • der Zeitpunkt der Anwendung.

Bei der Anwendung von Impfstoffen kommt noch ein zusätzlicher entscheidender Faktor dazu:
  • das Immunsystem.


Verabreichung
Injektions- und Impfbestecke sind sauber und trocken zu lagern. Bei Mehrwegmaterialien müssen diese nach der Anwendung gereinigt und desinfiziert werden. Besonders beim Anstechen von Medikamenten- und Impfstoffflaschen sind neue bzw. sorgfältig gereinigte Gerätschaften zu verwenden, damit keine Verunreinigung stattfindet. Das Präparat sollte dann in voller Dosierung an die vorgegebene Stelle verabreicht werden. Die Vorgaben in der Produktinformation zur Dosierung sind vom Hersteller geprüft. Die meisten Medikamente werden beim Schwein intramuskulär, d.h. in den Muskel, verabreicht. Bei einem Einstichwinkel von etwa 90° zur Hautoberfläche ist die Injektion in den Muskel gewährleistet, vorausgesetzt man verwendet eine Injektionsnadel (Kanüle) mit der richtigen Länge.

Autorin: Dr. Rebecca LANGHOFF, Technical Service Manager Schwein – Boehringer Ingelheim, Wien

Den gesamten Artikel mit weiteren detaillierten Informationen zur richtigen Anwendung von Arzneimitteln und Impstoffen finden Sie in der Ausgabe 15/2013. Gratis Probeheft bestellen.

Weitere Themen in dieser Ausgabe:
  • Das PiP-Prinzip: Probiotische Reinigungsmittel
  • Serie Haltungstechnik: Abferkelbucht

Aktualisiert am: 24.07.2013 09:41
Landwirt.com Händler Landwirt.com User