Argentiniens Rindfleischexport bleibt auf Jahre schwach

Argentinien wird noch mindestens drei Jahre lang deutlich weniger Rindfleisch exportieren als früher üblich. Die Ursachen sind die dürrebedingte Viehknappheit und die niedrigen Inlandspreise.
Die Fleischexporte aus Argentinien bleiben für die nächsten Jahre stark unter denen von 2009.
Die Fleischexporte aus Argentinien bleiben für die nächsten Jahre stark unter denen von 2009.
Die Knappheit an Vieh infolge der Dürre 2009 sowie die bisherige Politik der Regierung, die Inlandspreise niedrig zu halten, hätten Investitionen in diesem Bereich verhindert beziehungsweise spürbar reduziert, erklärte der argentinische Rindfleisch-Analyst Victor Tonelli im Gespräch mit Dow Jones News.

Nur halb soviel wie 2009
Die geringe Verfügbarkeit von Schlachtvieh werde die Exporte im Jahr 2011 auf nur noch rund 300.000 t sinken lassen. Im Jahr darauf seien 350.000 t zu erwarten und 2013 dann 400.000 t. Im laufenden Jahr könnten die Ausfuhren sogar nur 320.000 t erreichen, wie Hector Salamanco, geschäftsführender Direktor des argentinischen Rindfleischexporteurs ABC, Anfang des Monats schätzte. Das wäre nur noch halb soviel wie 2009.

Gleiche Preise wie in Industrieländern
Erstmals zahlen die Verbraucher in Ländern wie Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay genau soviel für ihren Rinderbraten wie in den westlichen Industriestaaten. In den USA, Australien und den meisten Rindfleisch produzierenden Ländern Südamerikas werde die Ware zu Preisen zwischen 3 und 3,50 USD pro kg verkauft - sowohl im Export als auch im Inland. "Der Rindfleischmarkt ist gänzlich globalisiert", kommentierte Tonelli. Die Argentinier müssten sich darauf einstellen, künftig mehr für ihre Steaks zu bezahlen, hatte auch Staatspräsidentin Cristina Fernandez die Verbraucher heuer bereits vorgewarnt auf andere Fleischsorten auszuweichen. (AIZ)

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Aktualisiert am: 23.10.2010 23:54
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