Arbeitskreise Schweinemast: So geht’s den Profis!

Die Ergebnisse der Arbeitskreise (AK) repräsentieren die wirtschaftliche Situation der professionellen Schweineproduktion in Österreich. Wie sich die Situation für die AK-Mastbetriebe 2007 dargestellt hat, lesen Sie im folgenden Beitrag.
Der Futterbedarf je kg Zuwachs bewegte sich im Vorjahr im Durchschnitt um 37,2 MJ, wobei der Unterschied zwischen oberem und unterem Viertel 3,4 MJ je kg Zuwachs betrug.
Der Futterbedarf je kg Zuwachs bewegte sich im Vorjahr im Durchschnitt um 37,2 MJ, wobei der Unterschied zwischen oberem und unterem Viertel 3,4 MJ je kg Zuwachs betrug.
Der starke Anstieg der Futtermittelpreise zur Ernte 2007 machte auch den Schweinemästern in den Arbeitskreisen zu schaffen, da die Mehrkosten nicht in höhere Schlachtpreise umgesetzt werden konnten. Allerdings führte ein Überangebot am Ferkelmarkt zu einem Rückgang der Ferkelpreise im Jahresverlauf. Dadurch konnte ein Teil der gestiegenen Futtermittelkosten kompensiert werden. Dennoch lag die DfL im Durchschnitt der AK-Betriebe deutlich unter den Vorjahresergebnissen.

18 Euro mehr pro Mastschwein
Die Leistungen aus den Schlachtschweineverkäufen blieben 2007 deutlich hinter den Vorjahresergebnissen zurück. Aufgrund der Preissituation auf dem Schweinemarkt und der gestiegenen Futtermittelkosten erzielten die AK-Betriebe im Durchschnitt eine DfL von etwa 15,90 € je Mastschwein. Dabei reichte die Spanne zwischen unterem und oberem Viertel von 7,60 € bis 25,50 € je Mastschwein. Der höhere Schlachtpreis der erfolgreicheren Betriebe dürfte im Wesentlichen auf größere und homogenere Partien (Mengenstaffelung) zurückführen sein. Da sich der Muskelfleischanteil über die Jahre hinweg in allen Leistungsvierteln etwa bei durchschnittlich 59,1 % eingependelt hat, tragen Qualitätszuschläge nur einen geringen Teil zu den Unterschieden bei den Verkaufserlösen zwischen den Leistungsvierteln bei. Auch bei den Schlachtgewichten gab es zwischen den Erfolgsvierteln kaum Unterschiede.

Fazit
Die Auswertungen der AK-Betriebe haben gezeigt, dass zwischen den Betrieben sowohl bei den biologischen Leistungen als auch bei den ökonomischen Kennzahlen große Unterschiede bestehen. Um auch in Zukunft schwierige Marktphasen bewältigen und in weiterer Folge eine erfolgreiche Betriebsentwicklung vollziehen zu können, ist es notwendig, versteckte Wirtschaftlichkeitsreserven zu nutzen. Durch laufende Kosten- und Leistungsvergleiche, Erfahrungsaustausch und Weiterbildungsprogrammen wird den Landwirten dazu im Rahmen der AK-Arbeit die Möglichkeit geboten.

Autor: Dipl. Ing. Josef HAMBRUSCH, Bundesanstalt für Agrarwirtschaft, Wien


Aktualisiert am: 08.08.2008 12:43
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