Arbeit und Liebe – Ehepartner und Arbeitskollege

Wer als Paar zusammen arbeitet, hat es gut: Berufs- und Familienleben lassen sich optimal ergänzen; wer sich mag, bildet oft auch wirtschaftlich ein gutes Team. Doch das enge Zusammensein hat auch Schattenseiten.

Paare, die in der Arbeit ständig zusammen sind, haben wenig Abstand von einander und dennoch oft auch wenig Zeit für einander. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen.
Paare, die in der Arbeit ständig zusammen sind, haben wenig Abstand von einander und dennoch oft auch wenig Zeit für einander. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen.
Als Paar zusammen arbeiten – daran sollten Sie denken:

• Verantwortungsbereiche genau abklären (sich frühzeitig darüber klar werden, wer wofür zuständig ist!)
• Privatzeiten schützen: Zeiten, die für die private Beziehung reserviert sind, einplanen und frühzeitig entsprechende Rituale angewöhnen.
• Im privaten Wohnbereich eine „arbeitsfreie Zone“ schaffen. In diesem Bereich keine Arbeitsunterlagen, Fachzeitschriften und Ähnliches herumliegen lassen.
• Auch den Urlaub arbeitsfrei gestalten: keine Fachlektüre mitnehmen, berufliche Themen zu Hause lassen.
• Sich immer wieder gegenseitig ein positives Feedback geben (regelmäßig Zeit dafür reservieren!). Lob, Anerkennung und Höflichkeit sind für Familienmitglieder mindestens genau so wichtig, wie für jeden anderen, der im Berufsleben steht.
• Mit dem Lebenspartner in der Arbeit genau so gut umgehen, wie man selbst behandelt werden möchte.
• Von Familienmitgliedern nicht mehr und perfektere Leistung erwarten als von Menschen außerhalb der Familie.
• Die eigenen Stärken fördern: sich selbst und seine Arbeit wertschätzen; die Wertschätzung anderer anerkennen und diese, sollte sie ausbleiben, auch einfordern.
• Regelmäßige persönliche „Auszeiten“ sorgen für „Psycho-Hygiene“ im Familienbetrieb. Es geht hier um Zeit, die man ganz für sich alleine hat, in der man sich ungestört regenerieren kann. Mag. Starzers Empfehlung: täglich eine Viertel- oder halbe Stunde und ein Mal pro Woche mehrere Stunden.
• Nicht nur das Nötigste miteinander besprechen, sondern reden, reden, reden... sich Zeit für Gespräche nehmen, die sich nicht um die Organisation der Arbeit drehen. So verhindern Sie, dass das Berufsleben die Zweierbeziehung mit der Zeit völlig zudeckt.
• Über Arbeitsthemen regelmäßig in fest strukturierter Weise sprechen (zB am Morgen gleich nach dem Frühstück). So kommen Arbeitsthemen nicht ständig in Ihrer Privatzeit zur Sprache. Folgende Spielregeln haben sich nach Erfahrung von Psychologen dabei bewährt: Positives wird vor Negativem gesagt; jeder lässt den anderen ausreden und sorgt dafür, dass keiner bei der Redezeit zu kurz kommt; darauf achten, dass möglichst alle offenen Dinge zur Sprache kommen!

Autorin: Dr. Regina SAILER, Salzburg


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Aktualisiert am: 28.12.2005 15:45

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