Anspannung in Frankreichs Milchwirtschaft steigt

In Frankreich wächst die Anspannung zwischen Milcherzeugern und Molkereien nach dem Scheitern der Verhandlungen über den Erzeugerpreis für das 3. Quartal 2010. Mit ersten Protestaktionen und einem Boykottaufruf machen die enttäuschten Landwirte ihrem Ärger Luft.
Die Lage zwischen Milcherzeugern und Molkereien spitzt sich in Frankreich zu.
Die Lage zwischen Milcherzeugern und Molkereien spitzt sich in Frankreich zu.
Die Organisation der Milcherzeuger (OPL) wies das Angebot der Privatmolkereien, den Erzeugerpreis im Juli und August um 13,80 Euro je 1.000 Liter anzuheben, als unehrlich und abschätzig gegenüber den Landwirten zurück. Die OPL kritisierte, die Wiederauflage der "Verhandlungen für die Galerie" zwischen Industrie und Interprofession werde nicht ausreichen, um den Konflikt zu entschärfen. Der Verband kündigte für die nächsten Tage "eine Initiative" an, die den Milcherzeugern die Macht zurückgeben werde.
In der vorigen Woche hatten Milchviehhalter vor vier Werken der Molkereien Bongrain, Lactalis und Senoble im Norden Frankreichs Wirtschaftsdünger abgeladen. Der regionale Bauernverband FRSEA Rhône-Alpes rief zu einem Verbraucherboykott der Unternehmen Bel, Bongrain und Lactalis auf. Der führende Milcherzeugerverband (FNPL) appellierte an die Industrie, in dieser Woche an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Andernfalls will der FNPL seine Strategie neu bewerten.


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Aktualisiert am: 02.08.2010 15:37
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