Analogkäse muss künftig gekennzeichnet werden

Die EU-Verbraucherminister haben sich auf eine Kennzeichnung von Lebensmittel-Imitaten geeinigt.
Analogkäse muss zukünftig gekennzeichnet werden um nicht mit echtem Käse verwechselt zu werden.
Analogkäse muss zukünftig gekennzeichnet werden um nicht mit echtem Käse verwechselt zu werden.
Demnach darf Analogkäse nur noch verkauft werden, wenn aus der Zutatenliste seine Herstellung aus pflanzlichen Rohstoffen hervorgeht. Verbraucherministerin Ilse Aigner (BRD) wollte eine deutlichere Kennzeichnung der Imitate. Die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten begnügte sich aber im Verbraucherrat mit einer Information auf der Zutatenliste. Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger sprach von einem "Meilenstein " und hob auch die vorgesehene bessere Beschriftung (Mindestgröße) auf Lebensmitteln hervor.

Die Verdrängung von Milch durch pflanzliche Rohstoffe in zahlreichen Lebensmitteln sorgte während der Milchkrise im Jahr 2009 in der europäischen Landwirtschaft für Unmut. Damals wurde eine klare Information der Verbraucher gefordert. Weiters verständigten sich die Minister über Herkunftsangaben von Schweine-, Geflügel- und Schaffleisch. Klare Regeln gibt es hier bisher nur für Rindfleisch. Zukünftig soll der Konsument auch über den Verpackungsort anderer Fleischsorten informiert werden. Auch diese Entscheidung reicht Aigner nicht. "Mir geht es darum, dass der Verbraucher die Information kriegt, die er haben will, nämlich wo die Tiere herstammen und nicht wo verpackt wird ", erklärte die Ministerin. Nach der Einigung im Ministerrat stehen nun Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament an. (AIZ)


Aktualisiert am: 07.12.2010 16:03
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