Alternativen zur Ferkelkastration nicht praxisreif

Zur Kastration männlicher Ferkel gebe es noch keine praxisreifen Alternativen. Darauf hat der Sauenhalter Rolf W o l k e m e y e r im Gespräch mit dem SPD-Fraktionschef im niedersächsischen Landtag, Wolfgang J ü t t n e r , und der agrarpolitischen Sprecherin Karin S t i e f - R e i h e hingewiesen.
AgE: Jüttner, Stief-Reihe und weitere Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion waren am Samstag vorletzter Woche einer Einladung der Interessengemeinschaft der Schweinhalter Deutschlands (ISN) nach Damme auf den Betrieb von Wolkemeyer gefolgt.

Nach praxistauglichen Alternativen zur chirurgischen Kastration wird gesucht.
Nach praxistauglichen Alternativen zur chirurgischen Kastration wird gesucht.


Der Betriebsleiter erklärte, dass er als Sauenhalter die Kastration der männlichen Ferkel wegen der Geruchsempfindlichkeit deutscher Verbraucher vornehmen müsse. Leider gebe es noch keine praktikable Alternative: Eine Narkose sei für das Tier nicht ungefährlich, und Impfstoffe beinhalteten für den Anwender und den Verbraucher nicht kalkulierbare Risiken. Außerdem wittere die Pharmaindustrie bereits das große Geschäft mit dem Impfstoff. Eine Bewältigung des Problems auf züchterischem Weg sei ideal; doch bestehe da noch großer Forschungsbedarf, stellte Wolkemeyer fest.

Der stellvertretende ISN-Vorsitzende Heinrich D i e r k e s unterstrich, die Schweinehaltung benötige angemessene Rahmenbedingungen bei weniger Vorschriften. "Die Politik muss ein Stück weit auf die Eigenverantwortlichkeit der landwirtschaftlichen Unternehmer vertrauen", forderte Dierkes. Jüttner bestätigte, im freien Wettbewerb bestehen zu können, sei Grundvoraussetzung für eine wirtschaftliche Schweinehaltung.


Aktualisiert am: 30.07.2007 08:23
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