Alternative Legehennenhaltung muss gefördert werden!

Der steirische Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski protestiert heftig gegen die Blockade der SPÖ in der Landesregierung, den Hühnerhaltern keine Umstellungsförderung zu gewähren.
Alternative Haltung wird zwar gefordert aber in der Steiermark nicht gefördert.
Alternative Haltung wird zwar gefordert aber in der Steiermark nicht gefördert.
Wlodkowski: „Damit wird die Entwicklung der alternativen Legehennenhaltung – Bodenhaltung, Freilandhaltung und Biohaltung – zu Grabe getragen. Es ist grotesk, dass tierfreundliche Haltungsformen vom Bundestierschutzgesetz vorgeschrieben werden, den Bauern für die kostenintensive Umstellung auf Alternativhaltung eine Unterstützung zugesichert und dann im Handumdrehen diese Zusage gebrochen wird.“ Ich verlange eine sofortige Zusicherung der Umstellungsförderung an die Geflügelbauern, zumal diese Gelder dafür ja reserviert sind.

Gegen tierfreundliche Haltungsformen
Die Blockade der Umstellungsförderung ist ein deutliches Signal gegen tierfreundliche Haltungsformen bei den Legehennen und gegen die landwirtschaftlichen Betriebe. Denn: Ohne Umstellungsförderung werden die Bauern die extrem kostenintensiven Umstiege von Käfighaltung auf alternative Haltungsformen nicht schaffen. Rund eine Million alternative Legehennenplätze können so in der Steiermark nicht realisiert werden.

Umstellungs-Problematik erkannt
Andere Bundesländer haben diese Problematik sehr wohl erkannt und gewähren gerechte Umstellungsförderungen. Diese betragen in Oberösterreich bis zu 31 Prozent und in Niederösterreich bis zu 35 Prozent. In der Steiermark wäre ohnehin ein Fördersatz von 26 Prozent zum Tragen gekommen.

Alternativhaltung bei Legehennen ab 2009
Das Bundestierschutzgesetz erlaubt ab 2009 ausschließlich alternative Käfighaltung. Das ist früher als die EU dies vorschreibt. In der Europäischen Union wird die Käfighaltung erst ab 2012 verboten. Die Steiermark ist bei den alternativen Haltungsformen seit Jahren ein Pionierland. Knapp die Hälfte der Legehennen wird bereits alternativ gehalten.


Aktualisiert am: 30.12.2008 09:31
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