Alte Gemüsesorten neu entdeckt

Viele Kultursorten werden nicht mehr angebaut, weil sie die Anforderungen der Lebensmittelmärkte nicht erfüllen. Für Direktvermarkter können sie eine Alternative sein.
Alte Gemüsesorten können für Direktvermarkter eine Alternative sein.
Alte Gemüsesorten können für Direktvermarkter eine Alternative sein.
Vom Massenmarkt sind alte Sorten längst verdrängt und viele Landwirte sehen in ihrem Anbau keine gewinnbringende Alternative mehr, weil dem Preisdumping des Handels nur mehr mit Hybridsorten entsprochen werden kann. Diese Entwicklung bleibt jedoch nicht folgenlos: Die Vielfalt alter Kulturpflanzensorten in der Landwirtschaft ist bereits stark dezimiert und ihr Schwund schreitet voran. Heute decken wir unseren pflanzlichen Nahrungsbedarf weltweit zu 90 Prozent mit nur mehr 20 Arten, das sind 0,4 Prozent der Auswahl, die uns zur Verfügung stehen würde. Hinzu kommt, dass die Unabhängigkeit der Landwirte von Saatgutproduzenten nur mit alten, samenfesten Sorten gewährleistet werden kann. Der Umstieg auf Hybride, die biologisch nicht mehr fortpflanzungsfähig sind, macht die hauseigene Saatgutproduktion unmöglich.

Dipl.-Ing. Clemens G. Arvay beschreibt in seinem Artikel in der Ausgabe 9/2011 die Einkommensalternative mit alten Fruchtgemüsesorten.


Aktualisiert am: 18.04.2011 13:26
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