Almwirtschaft sichert Zuchtqualität

„Rund 8.850 Almen mit fast 470.000 Hektar werden von 29.000 Betrieben bewirtschaftet, die wesentlich für die Qualität der heimischen Zuchtrinderproduktion verantwortlich sind“, betont der Obmann der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR), Anton Wagner.
Wagner verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Exporterfolge österreichischer Zuchttiere, die vorwiegend nach Italien geliefert werden. Rund 270.000 Rinder, davon 56.000 Milchkühe, weiden auf Österreichs Almen und zeichnen sich vor allem durch ihre Widerstandskraft, Robustheit und Vitalität aus. „Bergbauernbetriebe und ihre Almen sind ein unverzichtbares Kulturgut, weshalb diese verlässliche agrarpolitische Rahmenbedingungen brauchen“, so Wagner. Im Jahre 2007 wurden insgesamt 22.880 Zuchtrinder ausgeführt. Neben Italien sind vor allem die Märkte im Osten von wachsender Bedeutung.

Ökosysteme erhalten und bewahren

Seit dem EU-Beitritt erlebte die Almwirtschaft eine Renaissance, vor allem die ÖPUL-Maßnahme „Alpung und Bewirtung“ leistet angesichts des Arbeitskräftemangels in der Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Almflächen. Rund 7.900 Betriebe nahmen diese Maßnahme im Jahr 2007 in Anspruch. „Die ökonomische und ökologische Funktion der Almen sichert mit der Rinderhaltung für die Gesellschaft wichtige Erholungsräume, die Österreich als bedeutendes Tourismusland prädestinieren. Aus diesem Grunde sind Leistungsabgeltungen für die Berg- und Almbauern eine wichtige Investition zur Bewahrung und Erhaltung natürlicher Ressourcen (Ökosysteme) sowie für die Lebensqualität der Menschen", so Wagner.


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Aktualisiert am: 06.08.2008 15:42
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