Aktuelles zum Maisanbau 2004

Die erfolgreiche Maiszüchtung bildet die Basis für die Wirtschaftlichkeit im Maisbau. Alljährlich werden Sorten zugelassen, die in wichtigen Kriterien wie Reife, Ertrag, Standfestigkeit, Krankheits- und Schädlingsresistenz sowie Ertragssicherheit Fortschritte aufweisen. Im folgenden Beitrag werden die Eigenschaften der Maissorten vorgestellt.


Die Kontrolle des Feldaufganges zählt zu den wichtigsten Maßnahmen im Maisanbau.
Die Kontrolle des Feldaufganges zählt zu den wichtigsten Maßnahmen im Maisanbau.
In den späten bis sehr späten Reifegruppen wurden sieben ertragstarke, hochwüchsige Zahnmaishybriden zugelassen. Die Standfestigkeit ist gut, die Sorten verbleiben länger grün. Die Wassergehaltsdifferenzen zum Erntezeitpunkt im Korn betrugen in den bisherigen Prüfungen zu Ribera -2,5 bis +1,2 %. In kühlen Jahren wird sich diese Differenz vergrößern. Die überdurchschnittliche Beulenbrandanfälligkeit der Sorten KWS1393 und PR37W05 sind zu beachten.
Die mittelspäte Reifegruppe wurde mit DKC3660, einer Zahnmaissorte mit Reifezahl 310, ergänzt. Die Kornerträge der leistungsstarken Sorte DK315 wurden nicht erreicht.
In der mittelfrühen Reifegruppe sind zahlreiche Sorten enthalten, die unterdurchschnittliche Leistungen aufweisen, jedoch vom Züchter bisher nicht zurückgezogen wurden. In der vorliegenden Tabelle sind die acht Neuzulassungen mit Reifezahlen von 260 bis 300 beschrieben. Bei allen neuen Sorten handelt es sich um Mischhybriden (Zahnmais x Hartmais). Campari ist ebenso kurz wie Lancelot, Acces und Loretto. KWS 2352 weist einen deutlich höheren Wuchs auf. Zu den hochwüchsigsten Sorten dieser Reifegruppe zählen Benicia, Candidat, Nexxos, Vitalina, Kampala, Deltastar und Eurostar.
Mit Lacta wurde eine ertragreiche Sorte mit früher Reife und weiteren günstigen Eigenschaften zugelassen. In der Jugendentwicklung zählt sie zu den besten Hybriden (Note 2). Salotto ist standfest, verlangt jedoch etwas dichtere Bestände. Mit Early Star, Energiestar, Fuxxol und Ecrin stehen bewährte Körnermaissorten für den Anbau in den kühleren Lagen zur Verfügung.
Die generelle Empfehlung, vorerst einen Teil der Anbaufläche mit der neuen Sorte zu bestellen, sollte auch für den Anbau 2004 gelten.

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Aktualisiert am: 11.02.2004 18:17
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