Aktuelle Pflanzenschutzinformationen zu Wintergetreide in OÖ

Derzeit befindet sich die Wintergerste zwischen ES 30 und ES 31. Mit Wachstumsreglern soll in der Regel noch gewartet werden. Winterweizen ist unterschiedlich beunkrautet.
Entwicklungsstadien des Wintergetreides (Foto: OÖ OÖ Pflanzenproduktion).
Entwicklungsstadien des Wintergetreides (Foto: OÖ OÖ Pflanzenproduktion).
Wintergerste ist häufig zwischen ES 30 (Schossbeginn) und ES 31 (der erste Knoten ist mindestens 1 cm über dem Bestockungsknoten). Bei sehr weit entwickelten Beständen hebt sich bereits der 2. Knoten vom 1. Knoten ab.
Der optimale Einsatz von Moddus bzw. Medax Top ist zwischen dem 1- und 2-Knoten-Stadium (ES 31/32). In der Regel ist es für einen Wachstumsreglereinsatz noch zu früh. Die Nachttemperaturen (nicht zu kühl) und die aktuelle Niederschlagssituation sollten zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.
Je nach Anbautermin ist die Unkrautsituation in den Weizenbeständen sehr unterschiedlich. In bis Anfang Oktober gesäten Kulturen sind durchaus schon Unkräuter und Ungräser vorhanden, in später gesäten Beständen läuft momentan das Unkraut je nach Niederschlagssituation der letzten Tage auf. Hier soll generell mit einer Behandlung noch bis zum vollständigen Auflaufen der Unkräuter zugewartet werden, da die meisten Produkte eher blattaktiv sind. In vielen Beständen könnte nächste Woche ein günstiger Termin für den Herbizideinsatz sein.
Ab 3 bis 4 cm Kronenwurzellänge kann ein Einsatz von CCC einerseits zur Bestockungsanregung bzw. bei fortgeschrittener Entwicklung (Ende der Bestockung ES 29) zur Kürzung eingesetzt werden. Eine Mischung mit Herbiziden ist möglich. Zur Bestandesregulierung genügen Aufwandmengen von 0,3 bis maximal 0,4 l/ha CCC 720, für eine Kürzung sind höhere Aufwandmengen erforderlich. Die Temperaturen sollen nicht unter 5 bis 8° C fallen, sonnige Witterung verbessert die Wirkung. Der Einsatz von Moddus bzw. Medax Top soll auch hier erst ab dem 1-Knoten-Stadium erfolgen.

Aktuelle Pflanzenschutzinformationen finden Sie unter www.warndienst.at.

Autor: DI Hubert Köppl, LK Oberösterreich


Aktualisiert am: 05.04.2012 09:18
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