Aktuelle Pflanzenschutzinformationen für Raps

Pflanzenschutz für Raps ist derzeit nötig. Auch der Rapsglanzkäfer wird wieder aktiv.
Der beste Kürzungseffekt wird zu Beginn des vollen Streckungswachstums erreicht.
Der beste Kürzungseffekt wird zu Beginn des vollen Streckungswachstums erreicht.
Viele Rapsbestände sind kurz vor dem Aufstängeln. Der beste Kürzungseffekt wird im beginnenden Streckungswachstum erreicht. Die beste Kürzungswirkung entfalten Carax (0,7 bis 1 l/ha) und Toprex (0,35 bis 0,5 l/ha). Folicur/Tebu Super (0,7 bis 1 l/ha), Orius (1 bis 1,25 l/ha), Caramba (0,7 bis 1 l/ha) und Tilmor (0,7 bis 1 l/ha) haben ihren Schwerpunkt nicht nur bei der Kürzung, sondern auch bei der Krankheitsbekämpfung. Bei Zwerghybriden sind die unteren Aufwandmengen zu verwenden. Aufgrund der trockenen Herbst- und Frühjahrswitterung ist der Phoma-Druck relativ gering.

Sobald die ersten Knospen frei sichtbar sind, beginnen die Glanzkäfer zu schädigen.
Sobald die ersten Knospen frei sichtbar sind, beginnen die Glanzkäfer zu schädigen.
Rapsglanzkäfer
Die ersten Knospen sind bei Raps bereits frei sichtbar. Die momentane Witterung begünstigt den Zuflug der Rapsglanzkäfer – aktuell ist im Zentralraum bereits die Hälfte der Käfer zugeflogen. Die wirtschaftliche Schadensschwelle sind 4 bis 6 Käfer pro Haupttrieb am Feldrand und zwei bis drei Käfer pro Haupttrieb in Feldmitte. Als Orientierung für den allgemeinen Flug kann auch die Gelbschale herangezogen werden. Da in Oberösterreich auch bereits Resistenzen gegen Pyrethroide der Klasse II bestehen, wird bei einer Glanzkäferbekämpfung der Einsatz von wirksamen Produkten wie Trebon (0,2 l/ha; zweimaliger Einsatz möglich) empfohlen. Sehr gute Wirkung besitzt auch Plenum 50 WG (0,15 kg/ha), dieses Produkt wirkt nur gegen Rapsglanzkäfer und ist bienengefährlich. Es darf sich kein blühendes Unkraut im Bestand befinden und es darf auch noch keine Rapsblüte sichtbar sein. Weiters sind Mavrik (Citruspack), Biscaya oder Mospilan 20 SG möglich, letztere sind bis in die Blüte einsetzbar. Eine Beimengung von Bor und Bittersalz wird generell empfohlen.
Über die aktuelle Befallslage in Ihrer Region gibt es auch Informationen unter der Adresse www.warndienst.at.

Autor: DI Hubert Köppl, LK Oberösterreich


Aktualisiert am: 29.03.2012 14:22
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