Agrarwende-mit Bio kann es gelingen

Bio maximiert die Gesamtleistung der Landwirtschaft und nicht nur die Produktivität eines Standortes. Biolandwirtschaft kann die Artenvielfalt erhalten und regional helfen, das okölogische Gleichgewicht wieder herzustellen:
Dr. Hannes Gepp vom Naturschutzbund, Bio Austria Steiermark Obmann Ing. Herbert Kain und Benedikt Haerlin sehen in einer Forcierung des Biolandbaus eine Möglichkeit zur nachhaltigen und ökologisch ausgewogenen Agrarproduktion, die helfen kann, globale Probleme wie Hunger, Artenschwund oder Klimawandel in den Griff zu bekommen
Dr. Hannes Gepp vom Naturschutzbund, Bio Austria Steiermark Obmann Ing. Herbert Kain und Benedikt Haerlin sehen in einer Forcierung des Biolandbaus eine Möglichkeit zur nachhaltigen und ökologisch ausgewogenen Agrarproduktion, die helfen kann, globale Probleme wie Hunger, Artenschwund oder Klimawandel in den Griff zu bekommen
Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Erhaltung der Artenvielfalt, Klimaschutz, Ernährung der steigenden Weltbevölkerung - das sind nur einige der wichtigsten Schlagworte zu den Herausforderungen für die Landwirtschaft der Zukunft. Reine Produktionsoptimierung sei in Zukunft zu wenig, meinten der Obmann von Bio Ernte Austria Ing. Herbert Kain und der Berliner Mitautor des Weltagrarberichtes Benedikt Haerlin unisono bei einem Presseauftritt in Graz. Beim Pressegespräch dabei war auch Johannes Gepp vom Naturschutzbund Steiermark. Dr. Gepp sieht in der Biolandwirtschaft eine Chance, die Artenvielfalt am Lande zu bewahren. Kleinteilige ökologische Landwirtschaft ist eine der Säulen der Mannigfaltigkeit, so der Biologe, der auch zum biologisch einkaufen aufrief! Biolandbau maximiere die Gesamtleistung der Landwirtschaft, meinten die AgrarexpertenBenedikt Haerlin sprach unter dem Motto: Wir haben es satt. Er berichtete, dass wir heute mehr Agrarprodukte denn je produzieren, und dennoch rund 1 Mrd. Menschen hungern, während eine weitere Milliarde an Verfettung stirbt. Er forderte eine Umkehr der EU Agrarpolitik ein. Die Geldmittel müssten für eine ökologischere Landwirtschaft ausgegeben werden, die Landwirtschaft von morgen müsste ein Ökosystemdienstleister für die Gesellschaft sein, so der Fachmann. Haerlin meinte, die Konsumenten sollten sich mit den Bauern verbünden, Allianzen bilden, und die Wende in der Agrarpolitik von der Politik einfordern. Viele Konsumenten und Bauern seien in ihrer Entwicklung nämlich wesentlich weiter also so manche sogenannte Bauernvertreter. Es sei Zeit für eine Agrarwende, und zwar jetzt, denn ansonsten gingen die Böden, das Klima und letztlich der Bauernstand zugunsten einer aufkeimenden Agrarindustrie flöten.


Aktualisiert am: 12.04.2011 13:43
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