Agrarstrukturerhebung 2010: Zahl der bäuerlichen Betriebe schrumpft weiter

Der Trend zur Betriebsvergrößerung hält an, dennoch bleibt die Landwirtschaft klein strukturiert.
Im Jahr 2010 bewirtschaftete ein Landwirt durchschnittlich 41,4 ha.
Im Jahr 2010 bewirtschaftete ein Landwirt durchschnittlich 41,4 ha.
175.700 land- und forstwirtschaftliche Betriebe gab es 2010, laut vorläufigen Ergebnissen der aktuellen Agrarstrukturerhebung. Die Anzahl der Höfe nahm seit der letzten Vollerhebung von 1999 um 41.800 Betriebe (-19 %) ab. Die letzten 15 Jahre gaben durchschnittlich 4.200 Landwirte pro Jahr ihren Hof auf beziehungsweise verkauften oder verpachteten den Betrieb.
Der Trend zu größeren Betriebsstrukturen hält an. Bewirtschaftete ein Landwirt im Jahr 1995 noch 31,8 ha so waren es 2010 bereit 41,4 ha. Die gleiche Tendenz zeigte sich bei der Bewirtschaftung rein landwirtschaftlich genutzter Fläche (Ackerland, Haus- und Nutzgärten, Dauerkulturen, Dauergrünland). Hier erfolgte eine Steigerung von 15,3 ha auf 19,5 ha.


Tierhaltung
Im Schnitt hielt ein österreichischer Landwirt im vergangenen Jahr 28 Rinder, 1995 lag die Herdengröße bei 20 und 2007 bei 26 Rindern pro Hof.
Bei den Schweinen stieg der Bestand seit 1995 von 35 auf 85 Tiere.
In der Schafhaltung ergaben sich ebenfalls deutlich höhere Bestände als in der Vergangenheit, hier nahm die durchschnittliche Herdengröße von 18 auf 27 Tiere zu, bei Ziegen verdoppelte sich der Bestand auf niedrigem Niveau von vier auf acht Stück.


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Aktualisiert am: 11.10.2011 10:12
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