Agrarpreis-Index: Deutliches Plus bei Ferkelpreisen

Die Abschlussbilanz 2011 liegt vor: Bei den Ferkelpreisen zeichnete sich deutliches Plus ab, demgegenüber stand ein Minus bei Getreide und Rindern.
Im Jahresvergleich stieg der Agrarpreis-Index von Dezember 2010 auf Dezember 2011 von 111,2 auf 114,3.
Im Jahresvergleich stieg der Agrarpreis-Index von Dezember 2010 auf Dezember 2011 von 111,2 auf 114,3.
Die Entwicklung der Erzeugerpreise für pflanzliche, tierische und forstliche Produkte einschließlich öffentlicher Gelder wir durch den Agrarpreis-Index angegeben. Der Jahresvergleich (Dezember 2010 - Dezember 2011) zeigt eine Steigerung der Erzeugerpreise von 111,2 auf 114,3 (1995=100).

Plus bei Ferkeln
Im Vergleich zum Vormonat wurde das deutliche Plus bei Ferkeln (+13,7%) durch ein Minus bei Getreide (-6,9%), Zuchtrindern (-3,4%) und Milch (-0,5%) ausgeglichen.


Getreidepreis-Index
Ein heterogenes Bild hinsichtlich der Preisentwicklung zeigt sich vor allem im Bereich des Getreides. Kurseinbrüche verzeichneten Hartweizen (-26,5%), Mahlroggen (-18,8%) sowie Qualitäts- und Mahlweizen (-11,8% bzw. -7,5%). Positiv entwickelte sich hingegen Braugerste mit einem Plus von 14,2%. Laut Experten lassen die aktuellen Entwicklungen auf den Warenterminbörsen erwarten, dass die Preise auf den Kassamärkten vor allem beim Getreide in den nächsten Monaten wieder steigen werden.
Wachstumstopp bei Milch
Bei Milch kam es im Vergleich zum Vormonat zu einer geringen Preisreduktion. Damit wurde erstmals der stetige Preisanstieg seit Juni 2009 unterbrochen.

Agrarpreis Index Österreich 2001-2010
Auf Preisbasis 1995=100 ist im Verlauf der letzten 10 Jahre zu erkennen, dass im Jahr 2001 der Index mit einem Wert von 97,0 bereits deutlich unter seinem Ausgangswert von 100 im Jahr 1995 lag.
2010 verzeichnet der Agrarpreis-Index ein Plus von 7,6 % im Vergleich zum Vorjahr und somit eine deutliche Steigerung und erreicht einen Wert von 107,2.
Dieser Anstieg ist vor allem auf die höheren Erzeugerpreise für Getreide, Milch und forstwirtschaftliche Erzeugnisse zurückzuführen. Gedämpft wird diese Entwicklung durch die niedrigeren Ferkelpreise.


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Aktualisiert am: 16.02.2012 18:37
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