Agrarischer Außenhandel auf Rekordniveau

In den letzten zwölf Monaten konnten alle landwirtschaftlichen Exporte Anstiege verzeichnen, allen der Rinderexport mit einem Plus von mehr als 50 %.
Neben Getränken, Gemüse- und Obstzubereitung und Getreide verzeichnete vor allem der Fleischexport wertmäßig die größten Zuwächse.
Neben Getränken, Gemüse- und Obstzubereitung und Getreide verzeichnete vor allem der Fleischexport wertmäßig die größten Zuwächse.
Der agrarische Außenhandel fährt weiter auf Erfolgskurs. So sind die agrarischen Exporte der ersten drei Quartale 2011 nach vorläufigen, unrevidierten Daten wertmäßig um 19 % über dem Vorjahreswert von 6,7 Mrd. Euro. Die agrarischen Importe im selben Zeitraum sind hingegen um lediglich 13 % auf 7,1 Mrd. Euro gestiegen. In den gesamten zwölf vergangenen Monaten beträgt das agrarische Außenhandelsdefizit 601 Mio. Euro und ist damit um ein Drittel kleiner als in den beiden Perioden davor.

Starke Vermarktung und Gemeinsame Agrarpolitik als Erfolgsbasis
„Nicht nur die österreichischen Köstlichkeiten sondern auch diese Exportsteigerungsrate muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen – ein weiterer großer Erfolg für die heimi-sche Qualitätsstrategie und die Marke Österreich. Den Grundstein dafür legen die heimischen Bäuerinnen und Bauern, die hervorragende, unverwechselbare Lebensmittel herstellen. Um diese Qualitätsorientierung abzusichern, brauchen wir nicht nur eine optimale Vermarktung sondern auch weiterhin eine starke Gemeinsame Agrarpolitik, mit der wir den heimischen Weg einer nachhaltigen, kleinstrukturierten Landwirtschaft fortsetzen können. Dafür setze ich mich auf nationaler und europäischer Ebene massiv ein“, so Landwirtschaftsminister Nikolaus Ber-lakovich.

Die Entwicklung der agrarischen Exporte im Zwölf-Monatszeitraum ist in fast allen Gruppen positiv. Die stärksten wertmäßigen Steigerungsraten sind in den vergangenen zwölf Monaten bei Zuchttieren (+53 % auf 179 Mio. Euro), Fetten und Ölen (+43 % auf 250 Mio. Euro), Getränken (+38 % auf 2.054 Mio. Euro), Mehl (+37 % auf 139 Mio. Euro) und bei Getreide (+35 % auf 345 Mio. Euro) zu verzeichnen. Die größten absoluten Zuwächse gibt es bei Getränken (plus 562 Mio. Euro), Fleisch und Fleischwaren (plus 130 Mio. Euro), Gemüse- und Obstzubereitungen (plus 113 Mio. Euro) und Getreide (plus 90 Mio. Euro.)

Österreichs wichtigste Handelspartner (1. bis 3. Quartal) sind dabei die EU-Mitgliedsstaaten: 77 % der Ausfuhren gehen in und 84 % der Einfuhren kommen aus dem Gebiet der EU-Mitgliedsstaaten. Die fünf wichtigsten Exportdestinationen sind Deutschland (32 %), Italien (13 %), das Vereinigte Königreich (3 %), Frankreich (2,5 %) und die Niederlande (2,4 %): In diese Länder gehen somit wertmäßig 53 % der österreichischen Exporte.

Türkei und Vereintes Königreich immer wichtigere Handelspartner
Immer wichtiger wird die Türkei für die heimische Land- und Exportwirtschaft: So haben sich die Agrarexporte in die Türkei in den letzten zwölf Monaten vervierfacht. Diese Entwicklung ist vor allem auf die verstärkte Vermarktung von hochwertigem Zuchtvieh und von Fleisch- und Fleischwaren zurückzuführen und kann auch als Erfolg der „Exportinitiative“ des Lebensminis-teriums gewertet werden.


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Aktualisiert am: 19.12.2011 14:42
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