Agrarbudget bald knapp

Wenn Rückzahlungen an die Zuckerindustrie erfolgen müssen und wegen steigender Prämiensätze für Osteuropa könnte das EU-Agrarbudget schon 2012 knapp werden.
Zwei Jahre soll es noch reichen

Das bislang als sicher geglaubte EU-Agrarbudget könnte schon bald knapp werden, heißt es nun aus Brüssel.
Das bislang als sicher geglaubte EU-Agrarbudget könnte schon bald knapp werden, heißt es nun aus Brüssel.
In zwei Jahren könnten zum ersten Mal die Direktzahlungen der Landwirte gekürzt werden, weil der EU-Agrarhaushalt nicht mehr ausreicht. 2009 ging die Kalkulation gerade noch einmal auf, berichtete die EU-Kommission dieser Tage. Auch 2010 und 2011 wird trotz der steigenden Kosten mit einer genauen Abwicklung des Agrarbudgets gerechnet. 2012 kann die geforderte Ausgabenobergrenze voraussichtlich nicht mehr eingehalten werden, wenn die Kommission der Zuckerindustrie zu hoch berechnete Abgaben zurückzahlen muss.

Prozess mit Zuckerindustrie

Verliert die EU-Kommission den "Zucker"-Prozess, wird möglicherweise zum ersten Mal die sogenannte Finanzdisziplin angewendet, wonach die Direktzahlungen automatisch gekürzt werden müssen, wenn die Haushaltslücken zu groß sind. Die EU-Agrarmittel werden von Jahr zu Jahr knapper, weil die Landwirte in den osteuropäischen Mitgliedstaaten mehr Flächenprämie bekommen. Spätestens 2013 sind wegen steigender Zahlungen an die neuen Länder Kürzungen in der alten EU-15 abzusehen, pünktlich zur Debatte um die kommende Finanzierungsperiode. (Aiz)


Aktualisiert am: 20.04.2010 09:43
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