Agrar.Preis 2011 – Die besten Unternehmen

Im Rahmen der Jahreskonferenz von Netzwerk Land im ABZ Lambach wurden fünf landwirtschaftliche Betriebe (2x Stmk, OÖ, NÖ, Vlbg) mit dem Agrar.Preis 2011 ausgezeichnet.
Netzwerk Land suchte gemeinsam mit den Landwirtschaftskammern und dem Landwirtschaftsministerium die besten landwirtschaftlichen Unternehmen 2011. Gefragt waren fundierte Betriebskonzepte und Wettbewerbsstrategien, deren Erfolg sich mit konkreten Zahlen belegen lässt – und dabei sollte auch die Lebensqualität nicht zu kurz kommen. Teilnahmeberechtigt war jeder landwirtschaftliche Haupt- und Nebenerwerbsbetrieb mit untergeordneter Forstwirtschaft, dessen betriebliches Einkommen mehr als € 10.000,- pro Jahr beträgt (Markteinkommen + öffentliche Zahlungen). Bewertet wurden die Betriebsstrategie, innerbetriebliche Organisation, Wirtschaftlichkeit, Lebensqualität sowie herausragende Nachhaltigkeit als wesentlicher Bestandteil des Betriebskonzepts.

Das sind die besten Unternehmen 2011:
Unter 66 eingereichten Betrieben wurden von einer namhaften Jury in einem strengen Auswahlverfahren fünf Sieger ermittelt und als „beste Unternehmen 2011“ mit dem Agrar.Preis 2011 ausgezeichnet.


Familie Seeberger: „Was wir nicht ausgeben, müssen wir nicht verdienen!“
Der Bioheumilchbetrieb aus Hörbranz in Vorarlberg liefert Milch an kleine Genossenschaften. Bergkäse, Jogurt und Topfen werden auch über den Bioladen vertrieben. Ziel ist eine gute Milchleistung pro Kuh mit niedrigen Kosten. Der Preis wurde für die besonders gute Betriebsstrategie vergeben.
Siegerbetrieb Seeberger aus Hörbranz in Vorarlberg
Siegerbetrieb Seeberger aus Hörbranz in Vorarlberg
Siegerbetrieb Totter aus Mureck in der Südsteiermark.
Siegerbetrieb Totter aus Mureck in der Südsteiermark.
Schweinemast und Energieautarkie – Pionier Karl Totter aus Mureck
Seit 2007 wird die Schweinemast mit 900 Mastplätzen als Einmannbetrieb geführt. Mit dem Biodiesel vom eigenen Feld und weiteren Energieaktivitäten soll der Betrieb bis 2012 energieautark sein. Karl Totters Betrieb überzeugte die Jury durch seine wirtschaftliche Leistung.
Innviertler Gewürze der Familie Schneiderbauer
Von Lambrechten aus werden Großbäckereien sowie Einzelgeschäfte und Bauernläden mit Spezialgewürzen aus eigenem Anbau beliefert. „Unser Unternehmen zeichnet sich durch die hervorragende Qualität und die Nachvollziehbarkeit von der Saat bis zum Konsumenten aus“, so das Credo der Schneiderbauers. Die Jury schätzte die „besondere innerbetriebliche Organisation“.
Siegerbetrieb Schneiderbauer aus Lambrechten im Innviertel.
Siegerbetrieb Schneiderbauer aus Lambrechten im Innviertel.
Siegerbetrieb Leitner aus Großpesendorf in der Oststeiermark.
Siegerbetrieb Leitner aus Großpesendorf in der Oststeiermark.
Familie Leitner kombiniert Obstbau und Holz mit Lebensqualität
In Großpesendorf in der Oststeiermark produzieren die Leitners Äpfel und Holunder für den Lebensmittelhandel und die industrielle Verarbeitung, daneben betreiben sie Hackgutheizanlagen mit eigenem Rohstoff. Die von der Jury honorierte „besondere Lebensqualität“ zeigt sich auch im Motto: „Wir wollen der Jugend ein Vorbild sein: moderne, flexible LandwirtInnen und UnternehmerInnen mit einer positiven Einstellung zur Landwirtschaft.“
Weinviertler Ackerbau als „Besonders lohnender Nebenerwerb“
Leopold Hofstetter ist im Hauptberuf Polizist. Den Ackerbau in Seitzersdorf-Wolfpassing führt er mit einer durchdachten Fruchtfolge sowie eigenem und ausgelagertem Maschineneinsatz erfolgreich im Nebenerwerb. Das lohnt sich auch, meinte die Jury
.
Siegerbetrieb Hofstetter aus Seitztersdorf-Wolfpassing im Weinviertel.
Siegerbetrieb Hofstetter aus Seitztersdorf-Wolfpassing im Weinviertel.




Größe nicht entscheidend

„Die ausgezeichneten Betriebe zeigen, wie man mit Unternehmergeist fortschrittlich Landwirtschaft betreibt, ohne dass die Nachhaltigkeit zu kurz kommt. Sie sind Beispiele, wie eine klare Betriebsstrategie mit einer guten innerbetrieblichen Umsetzung zu einem wirtschaftlichen Erfolg führt, bei dem auch die Lebensqualität ihren Stellenwert hat. Die Zukunft gehört den wettbewerbsfähigen Betrieben!“ kommentiert Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich das Ergebnis des Wettbewerbes, welcher im Rahmen der Initiative „Unternehmen Landwirtschaft 2020 stattfand. „Die Ergebnisse des Agrar.Preises untermauert, dass Erfolg nicht primär eine Frage der Betriebsgröße, sondern einer individuell an die handelnden Personen und den Betrieb angepassten Vorgangsweise ist.“ Die prämierten Betriebe werden auf der Homepage www.netzwerk-land.at vorgestellt.


Autor:
Aktualisiert am: 19.10.2011 09:43
Landwirt.com Händler Landwirt.com User