Aflatoxin in Futtermais gefunden

Erhöhte Gehalte vom Pilzgift Aflatoxin wurden in einer Maislieferung aus Serbien gemessen. Ein Teil wurde bereits zu Futtermittel weiterverarbeitet. Für den Verbraucher sind keine Gefahren zu erwarten.
Erhöhte Gehalte an Aflatoxin tauchten in Futtermais aus Serbien auf.
Erhöhte Gehalte an Aflatoxin tauchten in Futtermais aus Serbien auf.
Erhöhte Gehalte an Aflatoxin haben Behörden in Futtermais gefunden. Die betroffenen Charge stammt aus Serbien und ist mit dem Pilzgift verunreinigt. Aflatoxine entstehen durch Schimmel und können unter anderem in Getreide und Mais.
Laut Behörden in Niedersachsen sei der größte Teil der betroffenen Ware sichergestellt und die Verfolgung der bereits zu Futtermittel weiterverarbeiteten Ware eingeleitet. Vor allem sollen landwirtschaftliche Bertriebe in Niedersachsen, aber auch Betriebe in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in den Niederlanden Lieferungen erhalten haben. Wie üblich in solchen Fällen wurden vorsorglich auch die übrigen Bundesländer sowie die Europäische Kommission informiert.

Folgen für Mensch
Die Verfütterung belasteter Futtermittel an Tiere kann zu einem Risiko für die Sicherheit der erzeugten Lebensmittel führen. Aflatoxine besitzen ein hohes krebserregendes Potential. Da eine erste Probe Rohmilch in Niedersachsen über dem zulässigen europäischen Höchstgehalt lag, wurde das Bundesinstitut für Risikobewertung mit einer vorläufigen Bewertung beauftragt. Laut BfR sei „bei geringfügiger Überschreitung der Höchstgehalte in der Milch eine Gefährdung des Verbrauchers unwahrscheinlich“. Aus Sicht des gesundheitlichen Verbraucherschutzes muss der langfristige Verzehr von Lebensmitteln mit erhöhten Aflatoxingehalten auf jeden Fall unterbleiben (weitere Informationen unter www.bfr.bund.de). Die Untersuchungen der Länderbehörden dauern an, weitere Testergebnisse werden in Kürze vorliegen.

Informationen
Die Informationen über betroffene Betriebe, Mengen und Untersuchungsergebnisse laufen auf Bundesebene im Lagezentrum des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zusammen (www.bvl.bund.de). Das BMELV steht weiter mit den betroffenen Bundesländern in Kontakt, um die Koordination sicherzustellen. Zu diesem Zweck fand am Freitagnachmittag auch eine Bund-Länder-Telefonkonferenz statt.
In den letzten Monaten war eine Reihe von Schnellwarnmeldungen zu erhöhten Aflatoxin-Gehalten in Mais aus verschiedenen Staaten der EU eingegangen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte deshalb bereits am 15. Oktober 2012 vorsorglich die für die Futtermittelkontrollen verantwortlichen Länderbehörden und die Wirtschaftsverbände auf die Gefahr erhöhter Aflatoxin-Gehalte aus witterungsbedingt möglicherweise erhöht belasteten Maisernten des Jahres 2012 hingewiesen und bei Kontrollen um erhöhte Wachsamkeit gebeten.
Im Internet hat das Bundesverbraucherministerium die wichtigsten Fragen und Antworten zu Aflatoxin zusammengefasst. Verbraucherinnen und Verbraucher können unter www.bmelv.de die Hintergrundinformationen abrufen.

BMELV, 2.3.13

Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 05.03.2013 16:18
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