Änderungen bei Maisbeizen

Zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers sind auch im heurigen Jahr die neonicotinoiden Beizen (Poncho, Cruiser 350 FS) weiterhin zugelassen. Allerdings werden die Bundesländer in den kommenden Wochen die Pflanzenschutzverordnungen etwas abändern.
Nach Mais auf Mais ist neuerdings nicht unbedingt eine insektizide Beizung erforderlich.
Nach Mais auf Mais ist neuerdings nicht unbedingt eine insektizide Beizung erforderlich.
Die entsprechenden Pflanzenschutzverordnungen sollten dahingehend geändert werden, dass erst ab dem dritten Jahr in Folge Mais auf derselben Fläche eine chemische Bekämpfung erfolgen muss. Dies kann durch die Anwendung von Saatfurchengranulaten, einer Insektizidspritzung oder durch die Anwendung der oben genannten Beizmittel erfolgen. Wird einmal Mais auf Mais angebaut, so wird es dem Landwirt freigestellt, welche Beizmittel er verwendet. Diese Regelung gilt ab 2011. Von den vorhergehenden Jahren wird nur das Jahr 2010 berücksichtigt, sodass heuer auf keiner Maisfläche eine verpflichtende Bekämpfung gegen den Maiswurzelbohrer vorgeschrieben ist. Ebenfalls neu ist, dass nach einer nicht vom Maiswurzelbohrer gefährdeten Vorfrucht kein insektizidgebeizter Mais angebaut wird. Saatmaisflächen und die Bekämpfung gegen Drahtwurm sind davon ausgenommen. Die Ausbringung des gebeizten Saatguts muss – wie schon bisher – mit staubabdriftmindernder Sätechnik erfolgen. Die Bundesländer reagieren damit auf Verdachtsfälle des Jahres 2010, bei denen Bienenschäden in Zusammenhang mit der Anwendung von insektizidgebeiztem Saatgut gebracht worden sind.

Autor: Roman GOLDBERGER



Weiters in dieser Ausgabe:

  • Bodenbearbeitung ohne Pflug
  • Soja: Kulturpflanze mit Geschichte und Zukunft
  • Krankheiten und Schädlinge im Ölkürbisbau



Aktualisiert am: 20.01.2011 15:28
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