Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung erst nach der Wahl

In Deutschland sollen die Tierschutzanforderungen für die Schweinehaltung nun erst im Oktober geändert werden. Grund ist Beratungsbedarf zur Vorlage.
Über eine Verschärfung der Tierschutzanforderungen in der Schweinehaltung wird nicht mehr vor der Bundestagswahl entschieden. Der Agrarausschuss des Bundesrates hat bei seiner Sitzung am Montag (17.6.) beschlossen, die Beratung des von Nordrhein-Westfalen eingebrachten Entwurfs einer Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung auf Oktober dieses Jahres zu vertagen. Begründet wird die Entscheidung mit dem bestehenden Beratungsbedarf zu der Vorlage. Zudem finde im August eine Bund-Länder-Besprechung zur geplanten Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung im Bereich der Kaninchen statt, bei der der mit der nordrhein-westfälischen Initiative aufgezeigte Regelungsbedarf zu Schweinen ebenfalls besprochen werden solle. In deren Mittelpunkt steht eine Anhebung des Mindestplatzangebots je Tier um etwa 30 %. Gelten soll dies für Zuchtläufer und Mastschweine ebenso wie für Jungsauen und Sauen sowie für Absetzferkel. In der Landwirtschaft ist der Entwurf der rot-grünen Düsseldorfer Landesregierung auf scharfe Kritik gestoßen.

Aktualisiert am: 20.06.2013 08:12
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