Ackerflächen: Hunderte Hektar unter Wasser

Die starken Niederschläge der letzten Wochen haben hunderte Hektar der burgenländischen Äcker, Wiesen und Weingärten zu Teichen und Seen werden lassen.
Der Anbau der Sommerungen kann erst mit entsprechender Verspätung erfolgen.
Der Anbau der Sommerungen kann erst mit entsprechender Verspätung erfolgen.
„Besonders der Neusiedler Bezirk ist davon betroffen. Damit ist ein Teil der Winterungen unter dem Wasser erstickt und ein Teil der Sommerungen kann erst mit entsprechender Verspätung angebaut werden. Manchmal kann selbst am letztmöglichen Abgabetermin des Mehrfachantrages also am 15. Mai nicht mit Sicherheit die endgültige Kultur angegeben werden. Wird auf einer Ackerfläche keine Kultur angebaut, dann wird grundsätzlich auch keine Prämie ausbezahlt“, erläutert Landesrat Falb-Meixner die schwierige Situation in der Landwirtschaft.

Probleme im MFA

Für den Erhalt von Umweltprämien und Zahlungsansprüchen ist unter anderem die rechtzeitige Abgabe des Mehrfachantrages (MFA) bis spätestens 15. Mai 2009 (9. Juni mit Abschlägen) Voraussetzung. Sollte ein Anbau der geplanten Kultur aufgrund von Nässe bis zum Abgabetermin des MFA nicht möglich sein, dann ist jedenfalls die voraussichtliche Kultur anzugeben. Damit ist grundsätzlich gesichert, dass sowohl ÖPUL-Prämie als auch Zahlungsanspruch auf diesen Flächen ausgelöst werden können. Sollte es dann zu einer Änderung der Angaben kommen, ist diese unverzüglich in Form einer Korrektur des MFA der Agrarmarkt Austria bekannt zu geben. Sowohl eine Kulturänderung als auch ein Nichtanbau sind zu melden.

Maisanbau nach 15. Mai

„Der 15. Mai ist grundsätzlich der letztmögliche Abgabetermin für den Mehrfachantrag, aber der Anbau der Kultur kann durchaus auch später erfolgen. Besonders im Hinblick auf Mais kann es zu einem späteren Anbautermin kommen und es werden dennoch ÖPUL- und Zahlungsanspruchszahlungen ausgelöst. Wichtig ist dabei, dass die Kultur ordnungsgemäß angebaut, gepflegt und geerntet wird. Vorsicht ist unter anderen mit dem maximal 75%igen Getreide, Mais – Anteil (inkl. Glöz A) für UBAG-Betriebe bzw. 66% Kulturanteil und 85% Getreide-Mais-Anteil für die restlichen Betriebe zu legen.


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Aktualisiert am: 30.04.2009 16:58
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