Ackerbau im Kaliningrader Gebiet

Das Kaliningrader Gebiet galt als Armenhaus Europas; die Landwirtschaft darbt noch heute. Eine Familie behauptet sich dennoch – mit Durchhaltevermögen und Westtechnik.
Problem Landgrabbing: Über 70 % der landwirtschaftlichen Flächen liegen brach. Bild urheberrechtlich geschützt
Problem Landgrabbing: Über 70 % der landwirtschaftlichen Flächen liegen brach. Bild urheberrechtlich geschützt
Der landwirtschaftliche Betrieb der Schwestern Rita und Lina Wilt ist etwas Besonderes im Kaliningrader Gebiet. Nicht wegen der Größe, da gehören sie eher zu den kleinen Unternehmen; sondern, weil sie sich von ganz unten mit eigener Kraft und wenig finanziellen Mitteln hochgearbeitet haben und heute immer noch da sind.

Alles andere als günstige Umstände



Futtermittel sind seit langer Zeit ein heikles Thema im Kaliningrader Gebiet. Hohe Tierverluste kennzeichnen den Mangel an Qualitätsfutter. In der Sonderwirtschafszonde des Kaliningrader Gebietes ist der Import von Fleisch oder Milchpulver zoll- und abgabenfrei. Die eingeführten Fleischwaren werden zu Konserven verarbeitet und hauptsächlich nach Zentralrußland verkauft. Solche Importe richteten enorme Schäden am lokalen Fleisch- und Milchmarkt an.

Problem „Landgrabbing“


Seit vielen Jahren haben Politiker, anonyme Geldgeber und Industrieunternehmen die Landwirtschaft im Kaliningrader Gebiet für sich entdeckt. Das Ergebnis ist für jeden sichtbar. Landgrabbing, das große Nichts, versumpftes Grasland mit Büschen und Bäumen.

Autor: Astrid Thomsen

Mehr darüber und die Probleme in der Exklave Russlands, die eingeschlossen von Polen, Litauen und der Ostsee liegt, lesen Sie in Ausgabe 13/2012 des „Fortschrittlichen Landwirts“.


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Aktualisiert am: 04.07.2012 12:59
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