Abnahmegarantie für Jungeber in Deutschland

Ohne preislichen Abzug übernehmen die Schlachtunternehmen Tönnies, Vion und Westfleisch Jungeber. Diese Abnahmegarantie soll einen Weg zum Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration eröffnen.
Die Abnahmegarantie der Jungeber ohne preislichen Nachteil soll den Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration erleichtern.
Die Abnahmegarantie der Jungeber ohne preislichen Nachteil soll den Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration erleichtern.
In einer Ergänzung zur „Düsseldorfer Erklärung“ haben die Schlachtunternehmen Tönnies, Vion und Westfleisch den Landwirten Anfang Mai gemeinsam eine Abnahmegarantie für Jungeber ohne preislichen Abzug zugesichert. Damit wollen die drei führenden Schlachtunternehmen einen gangbaren Weg zum Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration eröffnen. Der Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration wird derzeit im Deutschen Bundesrat diskutiert. Zugleich erhält die Erzeugerstufe Planungssicherheit für eine entsprechende Umstellung der Schweinehaltung. Ein wichtiger Schritt für mehr Klarheit in Bezug auf die Ebermast ist auch die Entscheidung des Fachbeirats Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch der Qualität und Sicherheit GmbH (QS) zur Festlegung einheitlicher Rahmenbedingungen für die Identifizierung von Schlachtkörpern mit Geruchsabweichungen mittels menschlicher Nase. Das QS-Prüfsystem unterstützt damit aktiv die Einführung der Jungebermast durch einheitliche Rahmenbedingungen, solange die „elektronische Nase“ noch nicht verfügbar ist. Die Kontrolle der Einhaltung dieser neuen QS-Rahmenbedingungen wird ab dem 1. Juli 2012 in die QS-Audits einbezogen. QS hatte bereits Anfang 2009 die Koordinierungsplattform „Verzicht auf Ferkelkastration“ mit dem Ziel ins Leben gerufen, Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration zu finden. Die Plattform diente der Umsetzung der „Düsseldorfer Erklärung“ vom 29. September 2008. Darin hatten sich der Deutsche Bauernverband (DBV), der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) und der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) für ein gemeinsames Vorgehen beim Verzicht auf die betäubungslose Ferkelkastration ausgesprochen.


Aktualisiert am: 01.06.2012 12:11
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