Ab Februar steigt der Bioanteil im Dieselkraftstoff von 5 auf 7%

Ab Februar steigt in Österreich der Bioanteil im Dieselkraftstoff von 5 auf 7%. Die Novelle der Kraftstoffverordnung (KVO) sieht ab 2009 eine höhere Ersatzverpflichtung (Substitution) bei Dieselkraftstoff vor. Ziel ist die Erfüllung des österreichischen Substitutionszieles von 5,75% (energetischer Anteil) bei den in Verkehr gebrachten Treibstoffmengen.
Die raschere Einführung des klimafreundlicheren Treibstoffes ist aus Sicht des Ministeriums ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz.
Die raschere Einführung des klimafreundlicheren Treibstoffes ist aus Sicht des Ministeriums ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz.
"Die Mineralölunternehmen werden Anfang Februar 2009 Dieselkraftstoff B7 auf den Markt bringen. Diese Maßnahme ist aber auch im Hinblick auf die hohen Importmengen von Dieselkraftstoff erforderlich, die ab etwa diesem Zeitpunkt ebenfalls mit einem Biodieselanteil von bis zu 7% erfolgen werden ", teilte heute Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie (FVMI), mit.

Für Kunden ändert sich nichts - Kein Unterschied im Fahrbetrieb
"Der Anteil an Biokraftstoff wird durch die Bezeichnung "B " für Biodiesel beschrieben. Die ÖNORM für B7 ist bereits seit Anfang Oktober 2008 in Kraft ", informierte Capek. "Wenn B7 der Norm entspricht und die Fahrzeughalter die vorgegebenen Ölwechselintervalle einhalten, ist dieser Kraftstoff für alle Dieselmodelle verträglich. Handelsübliche Dieselfahrzeuge werden nach Angabe der Fahrzeughersteller daher ohne Einschränkung mit B7 betreibbar sein. Zusätzliche Freigaben der Fahrzeughersteller werden nicht benötigt. Zudem haben die Autofahrer keine technischen Adaptierungsmaßnahmen an ihren Fahrzeugen vorzunehmen, um deren problemlosen Betrieb sicherzustellen ", so Capek.

Vorgezogene Einführung von B7-Treibstoffen wird CO2-Bilanz verbessern
"Die Markteinführung von Dieselkraftstoff mit einem Anteil von 7% Biotreibstoff ab Februar ist ein positives Signal und unterstreicht die Bereitschaft der Mineralölwirtschaft, das Beimischungsziel von 5,75% Biotreibstoffen rasch zu erreichen und damit beim Klimaschutz einen großen Schritt nach vorne zu machen ", stellt das Lebensministerium dazu fest.
Die Beimischung hat laut Lebensministerium bisher rund 1 Mio. t CO2-Einsparung gebracht. Mit der Erhöhung der Beimischung auf 5,75% und dem Einsatz von Biokraftstoff B7 wird eine Reduktion von bis zu 1,5 Mio. t pro Jahr erwartet. Die raschere Einführung des klimafreundlicheren Treibstoffes ist aus Sicht des Ministeriums daher ein "wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz ", denn im Verkehrssektor liegen die durchschnittlichen jährlichen Treibhausgas-Emissionen noch um rund 5,7 Mio. t über dem sektoralen Ziel der Klimastrategie. (AIZ)


Aktualisiert am: 23.01.2009 14:39
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