Ab 1. Jänner 2009 nur mehr Boden- und Freilandhaltung erlaubt

Ab 1. Jänner 2009 und damit 3 Jahre früher als im EU-Schnitt, gilt für Österreichs Hühnerhalter die Verpflichtung zur Alternativhaltung. Legehennen dürfen nicht mehr in konventionellen Käfigen eingesperrt werden, nur mehr die Boden- und Freilandhaltung ist erlaubt. Noch haben nicht alle Betriebe umgestellt, daher fordert die LK NÖ eine zügige Umsetzung des Gesetzes.
Legehennen dürfen nicht mehr in konventionellen Käfigen eingesperrt werden, nur mehr die Boden- und Freilandhaltung ist erlaubt.
Legehennen dürfen nicht mehr in konventionellen Käfigen eingesperrt werden, nur mehr die Boden- und Freilandhaltung ist erlaubt.
„Mit diesem Beschluss ist Österreich einerseits ein Vorreiter in Sachen Tierschutz, stellt uns andererseits aber vor hohe Herausforderungen in punkto Investitionen und Wettbewerb, da der Import von Käfigeiern weiterhin erlaubt bleibt. Trotz alledem wird das Gesetz von den Amtstierärzten streng kontrolliert. Bei Nichteinhaltung drohen strenge Strafen bis hin zur Einstellung der Produktion. Wir appellieren daher an die Landwirte, dass sich jeder daran hält“, so die Vizepräsidenten der LK NÖ Theresia Meier.



Investitionen von 100 Mio. Euro in Alternativhaltung
Seit in Kraft treten des Tierschutzgesetzes 2005, wurden bundesweit rund 2,1 Mio. Alternativlegehennenplätze neu errichtet, in NÖ sind es rund 620.000. Das entspricht einem Gesamtvolumen von rund 100 Mio. Euro, die in Infrastruktur investiert wurden. „Die Betriebe wollen einerseits die Versorgung sicherstellen und andererseits den Konsumentenwünschen nachkommen“, so Theresia Meier. Insgesamt sind es damit bundesweit 4,16 Mio. Alternativlegehennenplätze, NÖ kommt auf ca. 1,06 Mio.

Landwirtschaft bekennt sich klar zu Konsumentenwünschen
Die Gastronomie und eierverarbeitende Unternehmen können nach wie vor billigere Käfig-Eier aus dem Ausland importieren. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 360 Eiern in der Woche in einem Gasthaus kostet heimische Qualität ca. 9 Euro mehr. „Für den Großteil der Spitzengastronomie sind Eier aus der Boden- und Freilandhaltung längst gang und gäbe. Die Landwirtschaft ist der Forderung der Konsumenten klar nachgekommen. Das wünschen wir uns auch von der Österreichischen Gastronomie und den eierverarbeitenden Betrieben“, so Theresia Meier abschließend.


Aktualisiert am: 08.01.2009 14:17
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