AMA Marketing: Höherer Fleischabsatz in Zeiten der Finanzkrise

Innerhalb des Lebensmittelhandels hat sich der Fleischmarkt mit einem Wertplus von 8,1% überdurchschnittlich gut entwickelt. Als Verkaufsschlager hat sich dabei besonders zubereitetes Fleisch erwiesen.
Es wird nicht nur zunehmend mehr Fleisch im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) gekauft, sondern auch öfter. Das neu erwachte Cocooning-Zeitalter und die häufiger werdenden Aktionen im Handel wirken sich positiv auf den Konsum von Fleisch aus. Mehr Fleischabsatz über den LEH bedeutet auch mehr regionale Produkte auf den heimischen Tellern, da in der Gastronomie zirka 50% des Fleisches aus heimischer Produktion stammt, im Lebensmitteleinzelhandel schätzungsweise aber 90 – 95 % von unseren Bauern kommt. Dies ergab eine Analyse der RollAMA*-Daten im Vergleich des 1. Trimesters 2008 und 2009.

Finanzkrise fördert den Fleischkauf im Lebensmitteleinzelhandel

Fleisch bringt´s
Fleisch bringt´s
Geänderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen wirken sich auf das Kaufverhalten der KonsumentInnen aus. Die Haushalte verlagern ihre Ausgaben für Essen, je nach Betroffenheit durch die Krise, vom Außerhaus-Konsum eher in die eigenen vier Wände. Je kleiner der finanzielle Spielraum ist, umso größer ist die Tendenz zum Kauf von Grundnahrungsmittel, die dann selber zubereitet werden. Der Sektor Fleisch profitiert nach Aussagen von Frau Mag. Schantl, Leiterin der AMA-Marktforschung, dabei besonders, weil im Lebensmitteleinzelhandel wesentlich mehr heimisches Fleisch verkauft wird als in der Gastronomie. (Quelle: AMA Marketing)


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Aktualisiert am: 23.07.2009 21:02
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