AMA: Klarstellung zu ihrem Gütesiegel

Aufgrund der aktuellen Diskussion über die Lebensmittelherkunft und irreführender Aussagen vonseiten mancher Politiker nahm die Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH erneut eine Klarstellung vor.
Die Richtlinien werden in für das AMA Gütesiegel werden in unabhängigen Fachgremien beschlossen. Diese bestehen aus Experten aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und aus der AMA-Marketing. Foto: AMA Marketing
Die Richtlinien werden in für das AMA Gütesiegel werden in unabhängigen Fachgremien beschlossen. Diese bestehen aus Experten aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und aus der AMA-Marketing. Foto: AMA Marketing
Zur Behauptung, dass beim AMA-Gütesiegel auch ausländische Tiere drinnen sein dürfen, wird folgendes festgestellt: "Fleisch darf nur dann das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel tragen, wenn die Tiere in Österreich geboren, gemästet, geschlachtet und zerlegt wurden. Bei Fleischerzeugnissen muss auch die Herstellung im Inland erfolgen. Zusätzlich muss solches Fleisch über das Gesetz hinausgehende Qualitätsparameter erfüllen, wie etwa bei Reifung, Hygiene und pH-Wert. "

Klare Kriterien bei verarbeiteten Produkten hinsichtlich Herkunft der Rohstoffe
Beim rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel müssen alle Rohstoffe, auf die es ankommt, aus Österreich stammen. Nur dann, wenn Zutaten nicht in Österreich erzeugt werden, dürfen sie aus dem Ausland stammen, aber auch diese dürfen nicht mehr als maximal ein Drittel des Produkts ausmachen. Typische Beispiele dafür sind die Bananen im Fruchtjoghurt oder der Pfeffer in der Wurst. "Keine Drittel-Regelung gilt hingegen bei landwirtschaftlichen Primärprodukten wie Milch, Fleisch, Eiern, Obst, Gemüse ", stellt die AMA Marketing ausdrücklich fest.

Umfangreiche Kontrollen
Rund 10.000 Vor-Ort-Kontrollen werden im Rahmen des Gütesiegel-Programmes durchgeführt, davon allein 2.000 auf Schlacht- und Zerlegebetrieben und im Lebensmittelhandel. Etwa 5.000 Analysen wie Produkt-, Harn- und Kotproben, Blatt- wie auch Fruchtproben werden jedes Jahr durchgeführt, das bedeutet im Schnitt rund 40 Kontrollen pro Arbeitstag. "Alle AMA-Gütesiegel-Programme sind freiwillig. Die Gütesiegel-Richtlinien fordern mehr als das Gesetz und der Codex (Österreichisches Lebensmittelbuch). Grundlage für diese Programme ist der Gesetzesauftrag an die AMA, für ein hohes Qualitätsniveau und Qualitätsverbesserungen sowie den Verbraucherschutz bei Lebensmitteln zu sorgen. Deshalb hat das AMA-Gütesiegel eine solide rechtliche Basis ", betont die AMA Marketing. (AIZ.info)


Aktualisiert am: 28.02.2013 08:54
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