AMA-Herbstauszahlung startet am 19. November 2008

Der Auszahlungstermin für die Maßnahmen der Ländlichen Entwicklung, insbesondere für das ÖPUL, für die Ausgleichszulage sowie für die Regional- und Investitionsoffensive für den ländlichen Raum, ist ein wichtiger Moment für Österreichs Bauern. In Summe werden rund 801 Mio. Euro Leistungsentgelt ausbezahlt.
Die erschwerten Arbeitsbedingungen von rund 96.800 Betrieben in den benachteiligten Gebieten werden mit der Ausgleichszulage abgegolten.
Die erschwerten Arbeitsbedingungen von rund 96.800 Betrieben in den benachteiligten Gebieten werden mit der Ausgleichszulage abgegolten.
Rund 116.500 Betriebe bekommen am 19. November die Umweltleistungen, die sie im Rahmen des ÖPUL 2007 durchführen, abgegolten. 505,6 Mio. Euro werden dabei für freiwillige Umweltmaßnahmen und damit für den Schutz von Natur und Umwelt ausbezahlt. "Mit diesen Leistungsabgeltungen werden den am Umweltprogramm teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern die aus der umweltschonenden Produktion resultierenden höheren Produktionskosten und Ertragsverluste ausgeglichen", so Dipl.-Ing. Günter Griesmayr, Vorstandsvorsitzender der AMA. Dass Österreichs Landwirten eine naturnahe Produktion wichtig ist, zeigt sich an der hohen freiwilligen Teilnahme am Umweltprogramm: Über 85 % der heimischen Betriebe nehmen am Agrarumweltprogramm teil. Durch das Umweltprogramm werden wichtige Leistungen wie z.B. die Biologische Wirtschaftsweise, der Schutz und die Verbesserung der Umwelt und des Landschaftsbildes sowie der Erhalt der genetischen Vielfalt abgegolten.

Der Auszahlungsbetrag für Biobetriebe im Jahr 2008 beträgt rund 137 Mio. Euro und wird an 19.200 Bio-Betriebe überwiesen. Die biologisch bewirtschaftete Fläche hat sich seit 1995 mehr als verdoppelt. Während im Jahr 1995 rund 189.000 ha biologisch bewirtschaftet wurden, waren es im Jahr 2008 bereits 437.000 ha.

Mit der Ausgleichszulage benachteiligte Gebiete bewahren
Die erschwerten Arbeitsbedingungen von rund 96.800 Betrieben in den benachteiligten Gebieten werden mit der Ausgleichszulage abgegolten. Es werden rund 274,7 Mio. Euro als Leistungsentgelte ausbezahlt, die vor allem kleinstrukturierten Betrieben in benachteiligten Gebieten zugute kommen. Nachhaltige Pflege der Kulturlandschaft, Erhalt und Pflege der Infrastruktur, Schutz vor Naturgefahren und Schaffung der Grundlagen für Erholung und Tourismus sind die Ziele der Ausgleichszulage.

Österreich verfügt im Verhältnis zu seiner Größe über eines der umfangreichsten Berggebiete Europas. In Österreich sind rund 80 % der Katasterfläche bzw. 60 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausgleichszahlungsfähige Flächen. Gemäß EU-Bestimmungen unterteilt sich das benachteiligte Gebiet in Berggebiet, sonstiges benachteiligtes Gebiet und kleines Gebiet. „Durch die Ausgleichszulage wird die Aufrechterhaltung der Besiedelung auch in diesen Gebieten gewährleistet“, hebt Griesmayr die Bedeutung dieser Zahlung hervor.

Mit der Regional- und Investitionsoffensive den ländlichen Raum stützen
Am 19. November zahlt die Agrarmarkt Austria (AMA) an rund 2.100 Betriebe ca. 20,7 Mio. Euro für die Regional- und Investitionsoffensive der Ländlichen Entwicklung, welche monatlich abgerechnet werden, aus. Mit der aktuellen Zahlung ergibt das eine Auszahlungssumme von rund 198 Mio. Euro für den Zeitraum Jänner bis November 2008. „ Diese Mittel tragen wesentlich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft und zur Erhaltung und Entwicklung des ländlichen Raumes bei“, betont Griesmayr.

Bundesminister Pröll sieht eine besondere Stärkung der Landwirte durch fachliche Bildungsmaßnahmen und Modernisierung der landwirtschaftlichen Betriebe. „Die Investition in den ländlichen Raum bedeutet eine Investition in Leben und Zukunft der Regionen“, weist Pröll auf die Bedeutung der Offensive hin und betont, dass „diese Zahlungen für die Landwirtschaft Arbeitsplätze im ländlichen Raum sichern und positive Impulse für die regionale Wirtschaftsstruktur auslösen.“

Dabei wurden die Maßnahmen zur Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe mit einem Auszahlungsvolumen für Jänner bis November 2008 von rund 92,3 Mio. Euro am stärksten in Anspruch genommen, gefolgt von den Forstmaßnahmen (rund 30 Mio. Euro), und Niederlassung von Junglandwirten (rund 17,9 Mio. Euro).

Im Rahmen der Weinmarktordnung kommen insgesamt über 5,7 Mio. Euro für rund 1.900 Anträge zur Auszahlung.

Alle Mitteilungen über ePostkasten der AMA abrufbar

Alle Mitteilungen können online über eAMA empfangen werden. Dazu genügt eine zeitgerechte Anmeldung für den elektronischen Postkasten auf www.eama.at.

AMA-Hotline
Um Landwirten bei telefonischen Anfragen eine möglichst hohe Servicequalität zu bieten, richtet die AMA eigene Hotlinenummern ab 20. November 2008 ein. Die Hotlines stehen Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr durchgehend zu Verfügung.

ÖPUL: 01 / 33 129
AZ: 01 / 33 759

Informationen zur Auszahlung Ländliche Entwicklung finden Sie auch im Internet unter www.ama.at.


Aktualisiert am: 19.11.2008 16:05
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