AIK: Land NÖ rettet Agrarinvestitionskredit 2008

Über 2.000 niederösterreichische Bauern dürfen aufatmen: Das Land NÖ hat in einer Rettungsaktion den Agrarinvestitionskredit (AIK) für 2008 ermöglicht und die Auszahlung bisheriger Anträge sichergestellt.
Derzeit wird viel investiert.
Derzeit wird viel investiert.
Durch neue Vorgaben der EU war der AIK ernsthaft gefährdet. Damit wäre der Investitionsschwung auf NÖ Höfen – aktuell sind 300 Millionen Euro in Umsetzung - gebremst worden, die regionale Wertschöpfung hätte Schaden erlitten. Eine weitere Neuerung: Der AIK kann künftig rasch ausbezahlt werdenErleichtert zeigte sich heute Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ als Agrarlandesrat Josef Plank im Rahmen einer Versammlung grünes Licht für die Auszahlung der bisherigen AIK-Anträge und die Weiterführung des AIK 2008 gab: „In einer beispiellosen Rettungsaktion ist das Land NÖ dort eingesprungen, wo der Bund nicht mehr weiter wusste. Agrarlandesrat Plank haben prompt und unbürokratisch den Investitionskredit für unsere niederösterreichischen Bauern gerettet“.

AIK gesichert
Aufgrund einer neuen EU-Vorgabe waren die Auszahlung der bisher gestellten AIK-Anträge und seine Weiterführung im nächsten Jahr bedroht. 1.200 niederösterreichische Betriebe hätten für ihre bereits getätigten Investitionen das erwartete Geld nicht erhalten. Im kommenden Jahr wären die geplanten Investitionen von geschätzten 1.000 heimischen Bauern erschwert worden. Schultes: „Die Bauern dürfen aufatmen und wir mit ihnen. Das Land NÖ stellt die Geldmittel für die offenen Anträge 2006 und 2007 zur Verfügung und ermöglicht dadurch die AIK-Antragsstellung für 2008“. Mit der Sicherung des AIK 2008 ist eine Neuerung verbunden: Die Auszahlung des AIK kann künftig sofort nach Abrechnung erfolgen. Die Wartezeiten von ein bis zwei Jahren gehören damit der Vergangenheit an.

Investitionsförderung hat Aufbruchstimmung ausgelöst
Der AIK ist eine zusätzliche national finanzierte Fördermaßnahme von Land und Bund zur Investitionsförderung, die von der EU mitfinanziert wird. Als wesentliche Säule im EU-Programm Ländliche Entwicklung wurden die Mittel für die Investitionsförderung für 2007 – 2013 verdoppelt. Eine Investitionswelle ist die Folge. Dementsprechend hätte der AIK aufgestockt werden müssen. „Der Bund ist an seine Grenzen gestoßen, das Land NÖ ist eingesprungen. Plank hat die fehlenden Mittel für unsere Bauern auf die Beine gestellt. Ihm gebührt ein großes Lob.“, so Schultes.
„Unter den Bauern herrsche Aufbruchstimmung“, so der Präsident, „Sie wollen ihre Betriebe auf den modernsten Stand bringen und die Produktion auf höchstem Niveau fortführen. Die Blockade des AIK wäre eine Katastrophe gewesen. Nicht nur für die Bauern, sondern für die ländlichen Regionen insgesamt. Denn agrarische Investitionen sorgen für gesteigerte Wertschöpfung im ganzen ländlichen Raum“. Aktuell sind 300 Millionen Euro Investitionsvolumen auf NÖ bäuerlichen Betrieben in Umsetzung.


Aktualisiert am: 10.12.2007 17:46
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