AEBI Terratrac TT120 und TT140: Klassiker der Mittelklasse

Der AEBI Terratrac 140 ist ein mechanisch geschalteter Zweiachsmäher der Mittelklasse. Die FJ-BLT Wieselburg hat ihn und seinen Vorgänger den TT120 in über 400 Einsatzstunden in der Praxis und auf dem Prüfstand getestet.
Das Fronthubwerk entspricht der Kategorie I und hat eine maximale Aushubhöhe über dem Boden von 805 mm.
Das Fronthubwerk entspricht der Kategorie I und hat eine maximale Aushubhöhe über dem Boden von 805 mm.
Die Schweizer Bergspezialisten AEBI bieten derzeit drei Zweiachsmäher in der Mittelklasse an: TT140, TT220 und den TT240. Bis auf die unterschiedlichen Detroit VM Dieselmotoren mit Turbolader, sind die Modelle TT220 und TT240 technisch baugleich. Verrichtet im TT220 ein 3-Zylindermotor mit 65 PS seinen Dienst, so leistet der 4-Zylinder im TT240 81 PS. Der von der FJ-BLT Wieselburg gefahrene TT120 hatte wie der TT220 den schwächeren 3-Zylindermotor von Detroit VM. Wie die Wieselburger Prüfingenieure waren auch Kunden von AEBI der Meinung, dass diese mechanisch geschaltete Maschine in vielen Fällen mit der Motorleistung an der Grenze ist. AEBI hat darauf reagiert, den TT120 auslaufen lassen und das Modell TT140 mit dem stärkeren 4-Zylindermotor kreiert. Da der TT120 und der aktuelle TT140 bis auf den Motor nahezu baugleich sind, können die praktischen Prüfergebnisse mit Ausnahme des Kraftstoffverbrauchs vom alten 120er auf den neuen 140er „übertragen“ werden. Die Motorprüfung wurde auch mit dem TT140er Modell gemacht (siehe technische Daten).
Der Praxiseinsatz an der FJ-BLT Wieselburg wurde mit dem TT120 und folgenden Anbaugeräten absolviert: Wiesenegge 3 m, Scheibenmähwerk 2,50 m, Kreiselzetter 3,2 m und Bandrechen 3,0 m.

Neues Bedienkonzept
Das Fahrzeug besitzt ein grundsätzlich neues Bedien- und Kontrollsystem. Über eine Tastatur und einen Monitor lässt sich ein Großteil der Bedienvorgänge erledigen, vorwählen oder vorprogrammieren. Um die Vorteile dieses Systems nutzen zu können ist eine genaue Einschulung für den Fahrer notwendig. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase lernt man die Vorzüge dieses Bedienkonzeptes schnell zu schätzen.
Die Kabine sitzt vibrations- und lärmgedämpft auf Gummielementen, wirkt aufgeräumt und ist gut überschaubar. Heizung und eine automatische Klimaanlage gehören zum Serienumfang.

Hohe Flächenleistung
Der TT120 und die verwendeten Arbeitsgeräte waren gut aufeinander abgestimmt. Mit dem 3. Gang L wurde beim Mäheinsatz mit dem 2,5 m breiten Scheibenmäher von AEBI/Ziegler eine Flächenleistung von 1,5 ha pro Stunde, mit dem 4. Gang L wurde eine Flächenleistung von 2,0 ha pro Stunde erreicht. Die Feldlänge betrug etwa 80 m, die Hangneigung in Schichtenlinie 30-35 %. Das Fronthubwerk lässt sich um 460 mm seitlich verschieben. Durch diesen Seitenverschub werden das Randmähen und das Ausmähen von Hindernissen wesentlich erleichtert. Die Bodenfreiheit mit 240 mm unter der Vorder- und Hinterachse war in der Praxis kein Problem, der Futterdurchfluss war gegeben.
Mit dem Bandrechen wurde eine maximale Flächenleistung von 2,7 ha/h bezogen auf 105 m Feldlänge erreicht.
Das Anbauen der in der Praxis getesteten Geräte dauerte etwa 2 bis 3 Minuten, der Abbau ist in 1 bis 2 Minuten zu bewerkstelligen.

Autoren: Ing. Josef WIPPL, FJ-BLT Wieselburg und Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 21.12.2009 10:08
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