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9 Tipps zum Absetzen

Absetzen ohne Zink und Antibiotika – mit diesen neun Tipps kann das gelingen.
Die Absetzphase ist für die Ferkel belastend und erfordert gut durchdachtes Management. Foto: Fohringer
Die Absetzphase ist für die Ferkel belastend und erfordert gut durchdachtes Management. Foto: Fohringer
Das Absetzen bedeutet für Ferkel erheblichen Stress. Im Alter von drei bis vier Wochen ist der Ferkeldarm noch immunologisch unreif. Deshalb ist er besonders anfällig für Infektionserreger. Der Wegfall der Muttermilch bedeutet einerseits einen psychosozialen Stressfaktor. Andererseits sind plötzlich auch die mütterlichen Antikörper weg. Sie haben in der Säugezeit die Oberfläche der Darmschleimhaut geschützt. Dazu kommen die Umstellung von vorrangig flüssiger auf feste Nahrung, Umgebungswechsel, Umgruppierung und ungewohnte Stalltechnik wie andere Tränken und Futterautomaten.
In dieser Phase treten häufig Krankheitsbilder wie Durchfall oder die Ödemkrankheit auf, die durch E. coli verursacht werden. Auch die Glässersche Krankheit (Haemophilus parasuis) oder Erkrankungen durch Streptokokken sind keine Seltenheit in dieser Altersphase. Um einen schonenden Übergang von der Saug- zur Aufzuchtphase zu erreichen, sollten einige Grundbedingungen eingehalten werden:

1. Stalltemperatur anpassen
Schon beim Einstallen sollte der Stall 27–30 °C haben. Achten Sie darauf, dass auch die Liegeflächen ausreichend warm sind. Beton erwärmt sich langsamer als Kunststoffroste.

2. Gründlich reinigen und desinfizieren
Der Stall muss vorher gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Verwenden Sie Desinfektionsmittel, die auf der DVG-Liste stehen. Diese Produkte werden von der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) auf ihre Wirksamkeit überprüft.
Rechts oben können Sie die aktuelle DVG-Liste herunterladen.
Nicht erwünschte Restfeuchtigkeit auf den Flächen kann durch Aufstreuen eines Hygienepulvers gebunden werden.

3. Abrupten Futterwechsel vermeiden
Füttern Sie bereits früh in der Säugezeit hochwertigen Prästarter. Dies hat besonders bei großen Würfen und kleinen Ferkeln eine besondere Bedeutung. Auch nach dem Absetzen sollten Sie den Prästarter zunächst eine zeitlang weiterfüttern. Ein abrupter Wechsel des Futters bedeutet für die Ferkel Stress. Verschneiden Sie den Prästarter über mindestens eine Woche mit dem Aufzuchtfutter. Man kann davon ausgehen, dass teure Prästarter und Aufzuchtfutter auch entsprechend hochwertige Ausgangssubstanzen beinhalten. Das Geld ist daher gut investiert.

4. Rohfasergehalt beachten
Im Aufzuchtfutter sollte der Rohfasergehalt nicht zu niedrig sein. Die Rohfaser ist
die Basis für die bakterielle Fermentation in den hinteren Darmabschnitten. Durch die Bakterien
werden kurzkettige Fettsäuren gebildet, die neben einer günstigen Absenkung des pH-Wertes auch Energielieferanten sind.

5. Phosphor und Calcium überprüfen
Phosphor- und Calciumgehalte sollten sich an den unteren empfohlenen Konzentrationen
bewegen. Die beiden Mineralstoffe puffern die Magensäure ab. Dadurch können sie die Schutzfunktion der sauren Schleimhautbarriere schwächen.

6. Hochwertige Eiweißquellen

7. Tier-Fressplatz-Verhältnis von 1:1

8. Offene Tränken anbieten

9. Impfstoffe nutzen

Detaillierte Infos zu diesen Tipps finden Sie in der aktuellen LANDWIRT-Ausgabe 12/2017.

Bestellen Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft Ausgabe 12/2017 (solange der Vorrat reicht)

Autorin: Univ. Prof. Dr. Isabel Hennig-Pauka, Klinik für Schweine, Vetmeduni Vienna

Aktualisiert am: 12.06.2017 10:46
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