5.000 Euro für hochwassergeschädigte Betriebe

Eine Unterstützung von 5.000 Euro sagte der Bayerische Landwirtschaftsminister den vom Hochwasser betroffenen Landwirten zu, schnell und unbürokratisch.
Als Entschädigung für Ausfälle und zum Wiederaufbau erhalten geschädigte Landwirte 5.000 Euro Soforthilfe.
Als Entschädigung für Ausfälle und zum Wiederaufbau erhalten geschädigte Landwirte 5.000 Euro Soforthilfe.
Hochwassergeschädigte landwirtschaftliche Betriebe können eine Soforthilfe von bis zu 5.000 Euro erhalten. Beantragt werden kann die Unterstützung über die Gemeinden bzw. Landratsämter und soll möglichst schnell ausbezahlt werden. Darüber hinaus sind Maßnahmen geplant, auf die das Sofortgeld später angerechnet wird:

Ernteschäden und Wegebau
Für überschwemmungsbedingte Aufwuchs- und Ernteschäden erhalten Landwirte einen Zuschuss von bis zu 50 % des Ertragsausfalls bzw. Futterverlustes, maximal 50.000 Euro. Dabei gilt eine Bagatellgrenze von 1.000 Euro. Bei Härtefällen kann der Zuschuss auf bis zu 100.000 Euro erhöht werden.
Für die Instandsetzung land- und forstwirtschaftlicher Wege ist eine Aufstockung bestehender Förderprogramme geplant.

Darlehen
Zudem sollen Zinszuschüsse für Liquiditätshilfedarlehen den betroffenen Landwirten eine kostengünstige Überbrückungsfinanzierung ermöglichen. Hinzu kommen steuerliche Maßnahmen wie Stundungen, geringere Vorauszahlungen und Sonderabschreibungen bei Wiederaufbau und Ersatzbeschaffung.

Förderprogramme
Darüber hinaus kündigte Brunner förderrechtliche Erleichterungen an: So darf etwa nicht mehr verwertbarer Aufwuchs außerlandwirtschaftlich verwendet oder gemulcht werden, ohne dass Prämien verloren gehen. Gleiches gilt für Agrarumweltmaßnahmen, sofern die übrigen Bewirtschaftungsauflagen eingehalten wurden. Bei Futtermangel kann unter bestimmten Bedingungen auf den Aufwuchs von Flächen zurückgegriffen werden, die aus der Produktion genommen wurden.

Die aktuelle Situation
Dauerregen und Hochwasser haben erhebliche Schäden in der bayerischen Land- und Forstwirtschaft verursacht. Laut Brunner lässt sich das ganze Ausmaß erst erkennen, wenn sich das Wasser von den Flächen zurückgezogen hat. Gerade bei empfindlichen Kulturen seien aber erhebliche Verluste zu erwarten, etwa bei Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben und bei Sonderkulturen wie Erdbeeren, Spargel oder Feldgemüse. Auch Grünlandbetriebe sind dem Minister zufolge stark betroffen, vielfach sei das Futter für die Tiere nicht mehr verwertbar. Hinzu kommen beträchtliche Schäden an land- und forstwirtschaftlichen Wegen, die sich laut Brunner deutlich im zweistelligen Millionenbereich bewegen werden. Die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erfassen derzeit detailliert die Schäden.


Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 07.06.2013 08:58
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