50 % erneuerbare Energien als nationales Ziel

Geht es nach den Verbänden für erneuerbare Energien, ist das 34 %-Ziel beim Ausbau der Erneuerbaren zu niedrig gegriffen.
2009 wurden in Schweden 31,7 % des Gesamtenergiebedarfs mit Biomasse gedeckt.
2009 wurden in Schweden 31,7 % des Gesamtenergiebedarfs mit Biomasse gedeckt.
Schweden wird als erstes europäisches Land über die Hälfte seines Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen decken", teilte der Präsident des schwedischen Biomasse-Verbandes, Gustav Melin, auf der Fachtagung "Erneuerbare Energien: Bitte mehr!" in Wien mit. Schweden zählt wie Österreich zu einem der waldreichsten Länder Europas und verfügt über eine ausgeprägte Forst- und Holzwirtschaft, dementsprechend hoch ist der Biomasse-Anteil am Gesamtenergiemix. 2009 wurden in Schweden 31,7 % des Gesamtenergiebedarfs mit Biomasse gedeckt, Öl rangiert mit 30,8 % an zweiter Stelle.

34 % sind zu wenig
Auch mit Österreichs 34 %-Ziel ist das Ende der Fahnenstange beim Ausbau der Erneuerbaren noch lange nicht erreicht. Wie die Verbände der erneuerbaren Energie bekannt gaben, bestätigen Potenzialanalysen, dass auch hierzulande bis 2020 die Hälfte der erforderlichen Energie aus erneuerbaren Quellen abgedeckt werden kann. Die Umsetzung dieses Planes könnte Investitionen von über 8 Mrd. Euro auslösen und 150.000 Arbeitsplätze pro Jahr schaffen. "Das wäre damit das Konjunkturpaket schlechthin", meint Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes. Nebenbei könnten dieserart auch die Abhängigkeit von internationalen fossilen Rohstoffmärkten gesenkt, der Devisenabfluss für Energieimporte drastisch verringert und rund 25 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden. Voraussetzung seien aber Anreizmaßnahmen, Anstoßfinanzierungen und geeignete gesetzliche Rahmenbedingungen, so Kopetz.


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Aktualisiert am: 05.05.2010 21:23
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